Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685206
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Sechstes Buch. 
Formen hier noch nicht zu einem festen System gestaltet, auch verbinden 
sie sich noch mit mittelalterlichen Elementen, so namentlich mit dem Spitz- 
bogen, auf welchen schon die nothwendige Uebereinstimmung mit dem 
übrigen Bau hinwies; wo dagegen dem Meister völlig freie Hand gelassen 
war, zeigte er klar und bestimmt, in welchen Formen er den Ausdruck 
 
   
 
 
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Dom zu Florenz. 
Durchschnitt. 
seiner künstlerischen Ueberzeugung fand. Bei der Kirche S. Lorenzo. 
die er seit 1425 erbaute, griff er zur Form der Säulenbasilika zurück mit 
Krßulgewölben über den Seitenschiffen und mit nischenartigen Kapellen, 
die er nach antiken Vorbildern mit Pilastern und Gesimsen decorirte. Auf 
dem Kreuzschiff ordnete er eine Kuppel ohne Tambour an. Am wichtigsten 
war dabei, dass er der Säule das ganze Gebälkstück, welches sie im Mittel- 
alter beseitigt hatte, wieder aufzwang, rund erst vom Gesims desselben die 
Arkadenbögen aufsteigen liess. Allerdings wurde dadurch die Gestalt der 
letzteren schlanker und freier, aber der Zwiespalt zwischen Säulenbau und 
Bogenbau war in Seiner ganzen Schärfe wieder hergestellt. In ähnlicher 
Weise wurde nach seinen Plänen S. Spirito aufgeführt, nur dass hier die 
Nischen mit den Seitenschiffen gleiche Höhe erhielten und die Kuppel sich 
auf einem Tambour erhebt.
        

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