Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1684870
Drittes Kapitel. 
Gothischer Styl. 
479 
wiegend schmucklos behandelt, da die feinen Formen des Hausteines hier 
am Wenigsten nachzuahmen waren. An den Hauptgesimsen verwendet- 
man gern die schon in der früheren Epoche gebräuchliche Form durch- 
schneidender Bogenfriese, nur dass die- 
Fig. 404. selben jetzt spitzbogig werden (Fig. 404). 
 irrer  wir 3212  izzzitzzhife  
üiiillliiilllüilliiittdßlfshwilW151i?"l l i] i  e  e Ogen 
f, w, W. m," ß  fortgelassen, da das Mittelschiff nicht so 
l  beträchtlich über Jene sich zu erheben 
   das, im n 11x  pflegt. Sehr behebt ist es aber in diesem 
    Style, die S-trebepfeiler nach innen zu 
    ziehen und in ihre Zivischenräume Ka- 
 l Hi!  [ßllnmllf prallen anzuordnen. Dadurch gestaltet 
h  r  y  sich das Aeussere indess zu einer höchst 
  i l  ungünstigen Rohheit, zu einer gänzlich 
illlälliälllllllälleillhllillllllillWlllllllllllilllililllllllllllllllyjj ungeghederten Blasse, der das lastende 
Mmlflifliinllllliltlitlllmllliifmllfllflilllllilflllllllllllllllläl! gggjtgggh 1313338112311ijiegfjläänejläii; 
milllllillllälflllllläilllllllllüliilllllllllillliflllllllllllllllllllr: demletzsren Uebelstaidegdadurch ab; 
Dominikanci-kirchc zu Krakau. zuhelfen, dass man jedem Schiff ein ge- 
sondertes Satteldach gibt. Die nüchterne 
Form des geraden Chorschlusses kommt in diesen Gegenden ebenfalls häufig 
vor. Der Thurm, in massenhafter Behandlung, durch Blenden oder grosse 
Schallöfnungen belebt, entfaltet sich oft, die ganze Breite der Kirche ein- 
nehmend oder noch über dieselbe vorspringend, zu einem besonderen Vor- 
hallenbau, der in imponirender Weise sich dem Langhause anschliesst. 
Die spätere, auf reicheren Schmuck bedachte Entfaltung des Styls gab 
 d h d A r   
 llibäfilligzrleXVfflslungluldilleilerlldlzlli 
 7  mehr einen decorativen Charakter 
Wff'  a  trägt. An Gesimsen, Strebepfei- 
a, lajßzl lern, Portalen, Giebeln, ja endlich 
 n; selbst an fast allen Flächen, ord- 
l r 4x ißffy  nete man zierlich  
M M  e, aus mathenia 
_   tischen Mustern bestehende, in 
  I,  Thon gebrannte und glasirte Friese 
0     mentstücke, welche mit ihrem 
  Schwarz, auch wohl Gelb, eine 
 U   Wenn auch spielende, 'so doch an- 
  y ziehende, reizvolle Wirkung her- 
   ß vorbringen. Ja sogar freistehende, 
 gitterartige Decorationsarchitektu- 
Portalprofile von Rostocker Kirchen. ren solcher Art führte man in ver- 
schwenderischer Weise an den 
Facaden und besonders vor den Dachüächen als Ziergiebel auf, so dass 
mandas freie Masswerk und die Wimperge des Hausteinbaues in origineller 
Weise für den Ziegelbau gewonnen hatte. An besonders reich ausgestat-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.