Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1684637
Drittes Kapitel. 
Gothischer Styl. 
455 
gothischen Versuche ist sodann die um 1250 begonnene Alte Pfarr- 
kirche zu Regensburg), wo ebenfalls romanische Decorationsformen 
sich mit den Elementen gothischer Construction verbinden.  An der klei- 
nen Nikolaikapelle zu Ober-Marsbergz) in Westfalen, von der 
wir unter Fig. 313 ein Fensterprofil mittheilten, kann man ebenfalls das 
allmähliche Hervorbrechen des gothischen Styls aus romanischen Formen 
beobachten. 
In consequenter Ausbildung erscheint die neue Bauweise sodann an 1, 
der von 1227 bis 1244 errichteten Liebfrauenkirche zu Trierß). 
Ihre Grundform (Fig. 373) folgt in höchst abweichender Art einem centralen 
iehfrauenk. 
zu Trier. 
Schema, "welches jedoch nach Analogie der französisch-gothischen Chor- 
schlüsse eben so originell als reich durchgeführt ist. Der Kern bndet ein 
Kreuz von 120 Fuss Breite und 155 Fuss Länge, dessen 31111185 weites 
Mittelquadrat sich mit seinem Kreuzgewölbe, bis zu 112 Fuss, weit über 
die 81 Fuss hohen Gewölbe der Kreuzarme erhebt, und nach aussen durch 
einen Thurm markirt wird. Zwischen die Schenkel fügen sich niedrigere 
Ka-Penen von Polygone? Bildung , VOII einander durch einfache Rundsäulen 
getrennt, Während an der Kreuzung runde Bündelpfeiler errichtet sind. 
Ein eigenthümlich frisches Leben spricht sich in der Gesammtanlage und 
der Durchführung anziehend auS- Nur am Portal ist die romanische Bil- 
dungsweise noch in Geltung.  XVesentlich verschiedener Anlage folgt die 
l) Popp und Biilau: Die {Ärchitektuxfdes Mittelalters in Revensbu w. F l. Revensburv N34. 
2) Lübke: Die mittelalterliche Kunst m Westfalen. U T5 0 a U 
3) Aufnahmen in dem trelfllchen Werke von Schmidt über die Baudenkmale von Trier.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.