Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1684357
Drittes Kapitel. 
Gothischer Styl. 
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ein Kreuzschiff bis zum polygonen Cborschluss fort. Die Streben bilden 
nach innen gezogen Kapellenreihen, welche in doppelten Geschossen über 
einander das Hauptschitf begleiten. Die bedeutende Breite des letzteren. 
dessen Kreuzgewölbe gegen (S0 Fuss Spannweite bei 9b Fuss Scheitelhöbe 
haben, die prachtvolle malerische Ausschmückung aller Wand- und Gewölb- 
fliichen, der reiche steinerne Choreinbuu (das. Gebäude selbst ist von Back- 
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 Fig. 3950. Kathedrale zu Alliy. 
Steinen errichtet) geben dem Inneren eine bedeutende künstlerische Wir- 
kung. Das Aeussere ist massenhaft, festungsartig behandelt (vgl. Fig. 351), 
und nur die an der Südseite liegende prachtvolle Hauptpforte , zu der eine 
Freitreppe hinaufführt, gibt hier eine reichere Wirkung.  In einer dem Kathedralen 
System der nördlichen Bauten sich nähernden Weise ist die Kathedrale von am 
Bordeaux erbaut, im einschiffigen Langhause von 54 Fuss Breite bei Bordeaux, 
85 Fuss Höhe zwar noch einer südfranzösischen Anlage folgend, in den 
östlichen Theilen dagegen mit reichem Chorumgang und sieben '1)0xlyg0nen 
Kapellen ausgezeichnet. VOllStändig in reiner Ausbildung des gothischgn 
Systems mit Chorumgang und fünf radianten Kapellen, mit Kreuzschiff und 
dreischifiigem Lang-hause, das durch die hineingezogenen Strebepfeiler K3- 
pellenreihen erhält, ist die seit 1270 erbaute Kathedrale von Limoges Limogcs, 
angelegt, und noch früher erhob sich eine in ähnlichen Verhältnissen offen- 
bar ebenfalls von einem nordfranzösischen Baumeister ausgeführte Kathe- 
drale im Hauptorte der Auvergne , zu Clermont , deren Chor von 1243 (Jlcrlnont, 
bis 1285 erbaut wurde, und an deren iünfschiffigem Langhause man noch 
bis tief in's 14. Jahrh. hinein baute. Endlich entfaltet sich derselbe Styl in 
grossartigen Verhältnissen und reicher Ausbildung in einem der südlichsten 
Grenzpunkte, an der Kathedrale von Narbonne, deren Chor von 1272 Narbonnß. 
bis 1332 vollendet wurde, worauf der imposante Bau, der zu den grössten 
gothischen Monumenten Frankreichs gehören würde, und im Mittelraum  
120 Fuss Scheitelhöhe misst, unvollendet liegen blieb. Ganz abweichend 
ist dagegen die Anlage der Kathedrale von Poitiers, deren drei Schiffe P0iiiers.
        

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