Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1684245
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Fünftes Buch. 
über den inneren Seitenschiffen vollständige Emporen sich erheben, wäh- 
rend die äusseren Abseiten nur ein Geschoss haben, so dass also eine drei-_ 
fach abgestufte Aufgipfelung des Baues stattfindet. Daher steigert sich auch 
bei 36 Fuss WVeite die Höhe des Mittelschiifes auf 106 Fuss, also fast das 
Dreifache. Interessant war ursprünglich die Oberwand belebt: über den 
dreifach getheilten, schlanken Säulengalcrien der Empore-n befand sich an 
der Stelle des Triforiums jedesmal eine- kreisrunde, durch Masswerk fünf- 
fach getheilte Oeffnung, welche dem Dachraum der Empore Licht zuführte. 
Darüber lagen die ursprünglich unge- 
Fig-337- gliederten Spitzbogenfensterrv Bei einer 
  Tiiiäiiiigffn 31156213133 nferllgiiitrfäi 
i, 7  ulpdl durch ein primitives Masswerk ge- 
 X  Lt t eiten Fenstern verdrangt. War dies 
     r _ganze System des Langhauses schon 
 K xxi  slxfiffffiof durch die Kühnheit und Originalität der 
3A Ä    "Constructionä von hohem Interesse, so 
b,      erreicht die Pariser Kathedrale durch 
1 i    ihre neue imposante Facadenbildung auch 
s; ffi"  de, i, für diese Seite.der gothischen Entwick- 
_X     7  K lung dadurch 8111611118! höchsten Punkte, 
Im '   l -    dass sie das französische Faeadensystem 
wg     c    Y" in seinen grossen Hauptzügen feststellt. 
lgx   X  dreärficlien ITorSt-ale, dieddurähge- 
 V  T! i  rten a erien mit tatuen, as omi- 
  i  Iztäzsäsiztierfsäisnstg; hdiri: 
   _zontal gschliesst End dadurch das vor- 
  X'-  DXE wiegende Princip der Horizontalen noch 
 4 X4 entschiedener betont, das Alles tritt hier 
[X  4? ; m; mit-einer Wirkung und Harmonie auf, 
'   "D, i?  dass der Einfluss dieser Facade auf die 
  X   übrigen französischen Bauten dominirend 
i!  N1: "-9 wurde. (DieÜVergleichung der um 1145 
. g wir  r ausgeführten Faeade von Chartres unter 
   Fig. 329'mit der gut um ein Jahrhundert 
     I"    späteren von Amiens unter Fig. 342 zeigt 
Nom Dame m Pms den bedeutenden Unterfschied.) Zu dler- 
selben Gruppe gehört erner die Kat e- 
Kamhechwvonf dfale W11 Sens, nach 1152 begonnen und schon l 184 bis zu den Thürmen 
 gediehen. Im Wesentlichen nach verwandten Dispositionen erbaut, weicht 
 sie nur darin ab, dass in ihren Arkaden gegliederte Pfeiler mit gekuppelten 
Säulen 4- eine seltene Form!  wechseln, dass der Chor einfach mit 
einem Umgang Versehen ist, an den sich eine einzelne Apsis lehnt , dass 
die Kreuzarme Östliche Abseiteii mit Altarnischen haben und die Empore 
"ber den Scitßllsßhigen fehlt. Letztere findet sich indesswieder an der 
 Ausführlicher handelt darüber, unter Beibriuo-unv (reif! 
seinem Diction. II, S. 28861  5 ' 
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