Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1680260
18 
Erstes Buch. 
Buddhistisch 
G rotten  
Grotten zu 
Elloru, Karli 
I1. Z1. 
Verdrängung des Buddhismus, seine Grotten von den Brahmanen in Besitz 
genommen und manniehfach umgestaltet werden. 
 Die einfachere und ursprünglichere Anlage finden wir bei den bu d dhi- 
sti s eh en Grotten. Die Grundform des Heiligthums stellt in der Regel 
einen länglichen, rechtwinkligen Raum dar, der durch zwei Reihen schlicht 
gebildeter Pfeiler in drei Schiffe getheilt wird. Das mittlere von diesen ist 
breiter und läuft nach dem einen Ende in eine Halbkreisnisehe aus, um 
welche die Seitenschiffe als Umgang sich fortsetzen. Letztere haben die 
gewöhnliche flache Felsdecke, auch sind die Pfeiler unter einander durch 
ein Gebälk verbunden, aber das Mittelschiff ist nach Art eines Tonnen- 
gewölbes überhöht, welches bisweilen sich der Form des Spitzbogens und 
des Hufeisenbogens nähern soll. Dem entsprechend ist die Halbkreisnische 
mit einer halben Kuppel bedeckt, unter welcher die kolossale Gestalt des 
Buddha sitzt. Sie thront in der Nische eines cylinderförmigen Körpers, des 
Dagop, auf welchem sich eine in Form einer riesigen Zwiebel zusammen- 
gedrückte Kugel erhebt. In dieser wunderlichen Form will man die nWas- 
serblasea symbolisch angedeutet finden, welche den Buddhisten als Sinnbild 
der Vergänglichkeit des menschlichen Lebens geläufig war. 
Solche buddhistische Tempel finden sich unter den Grotten von E110 r a, 
wo namentlich der nach dem Wiswakarlna benannte hierher gehört (Fig. 4). 
Sodann sind die Tempel der Insel Salsette und die Grotten von K arli 
Fig. 5. 
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Grotte zu Karli (Durchschnitt). 
17. 
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zu nennen. Eins der ältesten und bedeutendsten Werke, etwa. um 150 
v. Ohr. entstanden, ist die Chaitja-Grotte von Karli (Fig. 5 u. 6). Sie wird 
durch zwei Reihen von je 16 Säulen in drei Schiffe getheilt, die sich halb-
        

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