Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1683839
Zweites Kapitel. 
Romanischer Styl. 
375 
 In den skandinavischen L ändern 1) , welche  weit später als Skandinavien 
England und Deutschland zum Christenthum bekehrt wurden, tritt uns ein 
Steinbau entgegen, der bald mehr an deutsche, bald mehr an englische 
Vorbilder erinnert. So hat Dänemark in seinem Dom zu'Roeskild eine Domgu 
Nachahmung des Braunschweiger und des Ratzeburger Domes; auch der Roesklli 
Dom zu Lund schliesst sich deutsch-romanischer Bauweise an. So ist lllDom zu Lund 
Norwegen der in gothischer Zeit vielfach umgestaltete, "fast ganz erneuerte,    
jetzt grossentheils als Ruine dastehende Dom zu Drontheim wiederum  Dom zu 
in seinen Kreuzarmen ein treues Nachbild englisch-normannischer Bauten. D"'"theim' 
Dagegen "gibt es eine Anzahl runderA-nlaggen, die ein stärkeres elIl-Rundbauggu, 
heimisches Element zu enthalten scheinen , und von denen das merkwür-  
digste, zugleich ein Beweis der weiten Seefahrten. der Normannen, der an  
der Küste von Nordamerika auf Rhode-I sland bei New-Port gelegene 
Rundbau ist.       
     Charakteristischererscheint_ Holzbau. 
Ä    eine Anzahl "von Denkmälern 
Hit]   eines weit verbreiteten Holz- 
     baues inNorwegenß), welche 
 "ß  eine Umwandlung der im_ro- 
  '         manischen Styl anderer Länder  
      üblichen Formen nach rMass- 
     gabe des Materials 'und "der  
   'volksthümlichenGewohnheiten 
      und Sinnesweise zeigen. Die. 
    
 Borgund, Tind u.Urnes.  
 u" äie ländklzum Theil hnach Art  
l."   4-4-19     er oc äuser aus oriz 
  älluuui i aufgeschichteten, an den Eiildti-iii 
   sich überschneidenden Baum-   
 o a.  stäranmen erbalutf Die Fugen 
   sin mit Moos ausgestopft, die  
  Bäume an man h' K' hen 
_ . , o   c en irc 
' äg- l r  E?   
  ;    benagelt. Andere dieser Bau- 
. Ü. .  ten, die man Reiswerkkirchen 
   nennt, sind aus aufrechtste-   
0 o WEM henden Bohlen zusammenge-    
     fügt.- Die Dächer und Thürme 
Fig.293. Kirche zu Hitterdal. sind mit Brettern" oder auch  
 mit Schindeln, Ziegeln oder  
grossen Schieferplatten, die hier bis D112 Fuss Länge gebrochen werden, 
bekleidet. Einige Kirchen sind ganz und gar mit solchen Platten bedeckt.  
i 
1) A. von Minutoli: Der Dom zu_Dron1thei1n' und dip mittelalterliche christliche Baukunst der 
scaudinavischen Normannen. F01. läerhn 1853.   
2) J. C. C. Dahl: Denkmale e1ner_ausgebildeten Holzbaukuust in den Landschaften Norwegens. 
F01. Dresden 1837.  Vergl. auch das Werk von Mivzutoli.   
        

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