Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1683800
372 
Fünftes Buch. 
haben die englischen Kirchen nur eine Hache Decke gehabt, und erst in 
späterer Zeit, wie das eben erwähnte Beispiel zeigt, Gewölbe erhalten. 
Auch an dieser Vorliebe für die Holzdecken, die reich mit Gold und Farben 
geschmückt wurden, erkennt man die Nachwirkung sächsischer Sitte, und 
es mag hier auf die innere Uebereinstimmung hingedeutet werden, welche 
in dieser Hinsicht mit deutsch-sächsischen Bauten bemerkt wird. Fügt man 
 noch hinzu, dass die vier die Kreuzung begrenzenden Pfeiler von über- 
massiger Dicke sind, weil auf ihnen ein mächtiger viereckiger Thurm ruht, 
so hat man den Eindruck dieser 
 Fiz- 288-   langgestreckten, schmalen, nied- 
   rigen und dabei flachgedeckten 
      Bauten in welchen die dicht e- 
 f,   l b , g 
        drängten massenhaften Pfeiler die 
 7 "l   A l  D h  ht f" A t b  
       
  e,   i  X3,   hxiullyg  truber Schwerfälligkeit erhoben. 
Wg:  geltl   labil"!  Betrachtet man den Aufbau der 
xtil lt lt v1 lelll l ein" stillt.  Mirelßßhiffwand, so fällt die  
  ß e  wrfl":   "e, wiegende Betonung der Horizon- 
   „e tallinie auf. Dicht über den Ar- 
 ,   kaden zieht sich ein Gesims hin, 
lfläiräwjww?  w!    wellihes 1 um  die aufsteigenden 
f!ihlüldgpileää,guji Maul,  qlglm;  l Ha sau en mit einer Veikropfung 
äblülgirlfälzäiäißt,Äiunliliiukxk Qläiuläxvlkä Efllllxlhiälila St! fortgeführt wird. Auf ihm stehen 
 l  i    p  i:  die Säulen, mit welchen die fast 
  I: llftl l i'll WM     H! Hai: 1': 111i. 4    i  
  Y] X1;     1;  i. tfrlliillhltäl K; 11 Wiluilvlälltll _  N niemals fehlende Empore, 111 de  
;l d lälijlgfltetlßfillüe [Muwmflh  H   l äiiqilillltläillg! I1    ren offene Dachrüstung man hill- 
lL-l." f]; lllifl  einblickt, sich öffnet. Auf diese 
 folgt wiedeneinGesims, auf wel- 
 „   s üy ,w_  weg , chem sich eine m der Mauerdicke 
Jgt-"NW 72„ i];  m"  j, liegende, zur Belebung und Er- 
{G5   leichterung der Mauer dienende 
    Galerie mit Säulchen erhebt, hin- 
   ter denen die einfachen rund- 
flä   fiilälllß j  bogigen Fenster sichtbar sind 
 l; Ü, .1 "f,  l (vgl. Fig. 288). Auch hier ziehen 
A Ü;   i,  sich oft von den Kapitälen hori- 
 l   i 5  Gdigdüiiiililctlueliloüedgaflldf 
V 1 "iilll  1 
l   Will   chen Holzdecke geschlossen wird. 
eee g,   Die anscheinend für Gewölbe er- 
Arkaden aus der Kathedrale m, Pete,bo,uugh_ richteten Halbsäulen werden hier 
 abgeschnitten , ohne zu elner 
naturgemässen Entwicklung kommen zu können. 
Detailbildung Die Ornamentik dieses Styls beschränkt sich, mit. Nachahmung 
der Bauten in der Normandie, auf lineare Elemente. Der Zickzack, die 
 "Schuppenverzierung, die Raute, der Stern, das zinnenartige Ornament, 
werden häufig an Portalen, Bogengliedern und Gesimsen angewandt, ja 
ganze Flächen und selbst die Rundpfeiler erscheinen damit bedeckt. Diese
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.