Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1683561
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Fünftes Buch. 
fort, und weiss sich, wo endlich diese Qigle versiegt, durch eigene Schöpfer- 
kraft nicht zu helfen. Nur die Verhältnisse des ganzen Gebäudes ändern 
sich, wenn auch nicht eben zu Gunsten der Totalwirkung. Die Schiffe ver- 
lieren an Weite und Grösse , gewinnen dagegen an Höhe. Wie wenig man 
zu neuen Resultaten gelangte, ist schon daraus zu erkennen, dass man 
gegen Ausgang dieser Epoche wieder zur Architravverbindung der Arkaden- 
reihen zurückkehrte. So in S. Crisogonv VOIn J. 1128, und in S. Maria 
in Trastevere vom J. 1139. Von besonderem Interesse sind in dieser 
Zeit gewisse Werke architektonisch-decorativer Art, Tabernakel und Am- 
bonen, an denen sich ein Studium und freies Nachbilden antiker Baukunst 
geltend macht. Berühmt in solchen Arbeiten war die Künstlerfamilie der 
Cosnzcatevz. Vorzügliche Werke dieser Art findet man in S. Lorenzo vor 
Rom, S. Clemente 
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 antiker Reste führte 
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schöpferische Thä- 
tigkeit, deren Grundlage jedoch auf dem Studium der iVerlie CIES Alter- 
thums beruhte. Es wiederholt sich hier also, wenn auch in veränderter 
Art, die culturgeschichtlich interessante Thatsache, welche wir schon in 
altchristlicher Zeit wahrnehmen, wo ebenfalls nicht Rom, sondern das
        

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