Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1683544
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Fünftes Buch. 
Marienkirche 
bei Branden- 
burg. 
Gewölbebau. 
Westthürme mit schlankem Dachhelm schmücken die Faeade. Pfeilerbasi- 
liken sind dagegen der Dom zu Brandenburg, vor seiner späteren Um- 
gestaltung ein schlichter Pfeilerbau, seit l 165 errichtet, mit einer stattlichen 
Krypta von Hausteinen; die 
m? 26;, Frauenkirche zu Jüterbogk, 
- zwischen l 172 und 1175) ge- 
  "v weiht, in ihren älteren Theilen, 
  l I,  h  mit jüngerein Querschiff und 
    "ß gothischem Chor; sodann mit 
 i); 1x    X i;    äiitzbogigen Arkaden die aliis 
   r  "ranit aufgeführte, ziemlich ro e 
i    s-xx [y ß f,  2,!  Kirche zu Bahn, ohne Quer- 
   xlrfkx 11     4' haus; die später eingewölbte 
 12-: Wgä? 1   Klosterkirche zu Dobrilugk, 
i; ,   I!     nach llSl errichtet, mit schlich- 
 fläiilx ll    x  ter Pfeilerbildung; die in gothi- 
  ::i  v.  äJher IbZeit überhöhte uiiqd ranit 
  w   'ewö eii versehene Kirc e es 
   Klosters Oliva bei Danzig, mit 
lilarienkirchelzuif dem Harlungerberge. lflch entwmkelten 7 von Halb- 
saulen umgebenen, gedrungenen 
und massigen Pfeilern. 
Ein Gebäude von höchst eigenthümlicher, offenbar auf byzantinischen 
Vorbildern beruhender Anlage war die im J, l T22 zerstörte M arienkir ch e 
auf dem Harlungerberge bei Brandenburg, von welcher wir unter 
Fig. 263 und 264 den Grundriss 
Fig- 264- und die Ansicht der Südseite 
P nach den vorhandenen Zeich- 
niingen beifügen. Vermuthlicli 
ä 3.1 1 9-. aus dem Ende des I2. Jahrh. 
 vj -q  "Q1  herrührend, bildete sie mit ihrem 
im   Grundriss fbeäinahse fein Quadrat, 
r     11' mit vier au en ei en vorsprin- 
imßßi lr  genclen Nischen, von denen die 
  e.        
 PWJML;  w. d,   (?SlI-l1Cl1u6 noch Änit ldrei niecläiggf- 
   i i  23:82:, w P0  ist; 
177W    g en. Wal.  u. d 
   im! M51    machtigen Pfeilern stieg in er 
         {l l-Iitte eine Kuppel auf, während 
 i h    im, viel. Tliürme auf den Ecken Ses 
 Üiiif 3'    hoben. X as 
 G, 40 i im, H,  Gebaudes sich er 
 5  w; [i  den byzantinischen Cherakter 
 i  i! Hi"; in?   l  dieser einzigen und originellen 
 gwi     11 i"  Anlage noch verstärkte, war die 
 i" runde äiissere Kuppelbedeckung 
Aufriss der Marienkirchc auf dem I-Iarlimgcrbergc. der Nischen und Cllß ZWGIStÖCklgG 
Anlage sämmtlicher Seitenräume. 
Unter den gewölbten Basiliken scheint die Klosterkirche zu Arn d see, 
nach 1184 erbaut, noch im reinen Rundbogen und mit Kuppelgewölben
        

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