Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1683495
Zweites Kapitel. 
Romanischer Styl. 
341 
die wesentlichen Merkmale des romanischen Styles zeigen. S0 die Kirche 
zu Michelsberg, von der wir unter Fig. 257 und 258 den Grundriss 
F" T! und Längendurchschnitt bei- 
 a; fügen; sie hat ein flachgedeck- 
 tes Mittelschiff, tonnengewölbte 
   Abseiten und auf dem Chor- 
    quadrat ein Kreuzgewölbe; an 
   der Faeade ist eine mit dem 
   e.  Portal verbundene zierliche Flä- 
"ß-   (x flpl aß  clliengliederung durch Blend- 
 i; yxx i; i;  s  hegen auf Wandsaulchen be- 
I  i  4 X  wirkt worden. 
i"  Z1 Eine im ganzen Bereiche kling?- 
 ilil   des österreichischen Gebiletes npe en. 
 ' X  f,  w im   häufig vorkommende An age 
 iZÄ  kleinerer Art bilden die R u n a- 
   ka ellen, die nur selten als 
   Baätisterien gedient haben wie 
  i Hi! "li x sÄ-ä  1  
-f(s_x l) {IVXHXQ  I die Kapelle zu Petronell in 
 Niederösterreich, auch nuraus- 
  h sexy]  nahmsweise Pfarrkirchen ge- 
lßfjg; w? 1:! X! '  Wesen sind, wie die Rundbauten 
 XXN"    zuScheiblinrrkirchenund 
 i m' i] zu S. Lorenäen bei Mar- 
  . kersdorf sondern grössten-  
  I 1 theils die Bestimmung eines 
ii   Karner (Carnarium), d. h. einer  
 Grabkapelle gehabt haben. Sie 
  liegen daher in der unmittel- 
l l baren Nähe der Hauptkirchen. 
  o l-l in der Regel auf dem Friedhofcl 
 i      f. 
irche zu Zsämbök.  kltelsforälg ali-  
 g   einem uppe  
gewölbe bedeckt, und haben gewöhnlich eine kleine Altarapsis. Vor- 
züglich charakteristisch ist aber für alle diese Bauten, dass unter dem Haupt-  
raume sich eine Gruft befindet. Reich gegliederte Anlagen dieser Art findet 
man zu D eutsch -Altenburg, Mödling, Neustadt (achteckig mit 
Apsis), in Steiermark zu Jahring, Hartberg, S, Lambrecht und 
Gaisth a1 (die Apsis auf einer Console) , in Ungarn zu O edenbur 
  g 
iachteckig) und in interessant abweichender Form, mit vier auf der Grund- 
lage eines Kreises nach aussen vorspringenden Halbkreisnischen, zu Pä-  
pocz und S. Jäk, in Böhmen zu Georgsberg, Plzenec, Schel- 
kowitz und drei kleine Rundbauten zu Prag. Endlich begegnet uns in 
ganz Oesterreich eine Menge oft zierlich ausgebildeter einschiffiger Kirchen. Eigsßhifßge 
die entweder ihren Thurm auf dem Chorraume haben, an den sich dann Imchm 
eine Apsis lehnt, Wiedie Gertrudskirche zu Klosterneuburg, S. Jo- 
hann im Dorf und S. "Martin in Campill bei Batzen, auch wohl 
Ohne Apsis mit geradlinig schliessendem Chor, wie die Ruprechtskirche zu 
Völk ermarkt, oder es tritt der Thurin an das Westende des Schiffes.
        

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