Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1683470
Zweite 
es Kapitel. 
Romanischer Styl. 
339 
Arkaden und die abgeschrägten romanischen Pfeiler zeigt: die mehrfach 
umgebaute Stiftskirche S. Pölten , ohne QuerscliiH mit drei Apsiden und 
zwei YVestthürmen; Tacade. Querschiff und Chor der Kirche zu Klo ster- 
 neub ur g, welche auch eine 
Fig.  reiche und schöne Kreuz- 
   xixi-Q v, 543", f I 4'  ganganlage im vollende- 
_r-X  i'll all" "   sitzt; dann die Stiftskirche 
 E   ßßx W zu Neustadt mit Schiff 
 X  1.x l r  und Thürmen ein grossar- 
  X Yilqlt. l  1' 17K tlger Bilu. dieser Epoche' 
   1  lt .N   t" 2;! spitzbogig in den Gewölben 
   4,] bei rundbogigem Schluss 
 Q5 j der llenster und Portale; 
 endlich" in Wien selbst 
    die durch ungemein edle 
lyligllll" 35,- Ornamentik, klar entiwxik- 
  lifj"    i" x  kelte Pfeiler- und- Gewölb- 
  iil     ' zinlage und bedeutsames 
ggglllgtjlr  M  v, Querschifl ausgezeichnete 
 {V  i  k  Michael skirche, so wie 
 g;  lfjlf!  die Facade und das West- 
 .l'_lax'l, llllli  1iortal(die sogenannte Rie- 
 l f: g nwxiävl.  l   senpforte) am Stephans- 
Lliligä r l  "l  donie Wo die brillante 
  4  (h, l.   7..  
 äfq  {nur  Decoration in rnei nur 1- 
tt I;  .6!  gern Contrast mit der un- 
  '-j  geschickten Phantastik der 
Console von LillQHfElLl. flgllrllcllell Darstellungen 
 steht. 
Eine geschlossene Gruppe bilden sodann die ungarischen Bauten. Sie 
folgen in Anlage, Construction und Detailbildung im Wesentlichen dem 
romanischen Style Deutschlands, haben am Aensseren, an Portalen, Fen- 
stern und Bogenfriesen den Rundbogen, im Inneren dagegen an den Ge- 
wölben meistens den Spitzbogen und in der Gestaltung des Grundrisses, 
übereinstimmend damit, die schmalere Anlage. der Gewölbfelder bei gleicher 
Zahl der Joche im Mittelschiffe und den Abseilen, wie wir sie in Lilienfeld 
fanden. Das Kreuzschiff ist bis jetzt unter allen ungarischen Bauten ro- 
manischer Zeit nur an der Kirche zu Ocza bei Pesth gefunden worden: 
alle übrigen Anlagen haben den gleichinässigen Schluss der drei Schiffe 
durch Apsiden, von denen die mittlere bisweilen um ein Geringes vol-ge- 
schoben wird. An der Westseite- erheben sich in der Regel zwei stattliche 
Thürme mit steinernen Pyramidendächern, zwischen ihnen öffnet sich die 
Vorhalle durch einen weiten Bogen gegen das Mittelschiff, dessen geringe 
Längenausdehnung dadurch etwas vergrössert ist. In der Ornamentation 
entfalten die ungarischen Bauten den höchsten Reichthum und bisweilen 
eine seltene Schönheit und Originalität. Zu den wichtigsten Denkmälern 
dieser Gruppe, die ihre Verbreitung in den Gegenden zwischen Drall und 
Donau findet, gehört die auf steiler Anhöhe gelegene Benedictinerabtei 
22' 
Bauten in 
Ungarn.
        

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