Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1683251
Zweites Kapitel. 
Romanischer Styl. 
317 
Kirche des Cisterzienserklosters Heisterbach, deren Chorruine noch 
jetzt in einem Thalgrunde des Siebengebirges versteckt liegt. Von 1202 
bis 1233 errichtet, zeichnete sie sich durch jene Einfachheit und Strenge 
aus, welche die Kirchen dieses Ordens charakterisirt, bot aber deshalb ein 
um so interessanteres Beispiel von einer schlichteren, durch originelle Com- 
position hervorragenden Anlage. Ein System von Wandnischen, wie es an 
der Chorapsis des Doms zu Speyer und an Kölnischen Bauten gefunden 
wird, belebte die Seitenräume des Inneren, die sich als Umgänge auch um 
den Chor fortsetzten und dort unter gemeinsamer Umfassungsmauer einen 
Kapellenkranz erhielten (s. den Grundriss Fig. 2ß3). Man möchte sagen, 
es sei die Anlage der Kirche zu Riddagshausen , nur auf einen halbrunden 
K. zu Hei- 
sterbach. 
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Chor übertragen, und demgemäss kunstreich umgebildet. Aber jene Nischen 
waren zugleich von constructivem Werth, denn, sie bildeten ein nach innen 
gezogenes Strebesystem, welchesflenn auch an der Chorapsis durch schwere 
Strebebögen seine Bedeutung noch klarer aussprech, wie der Längendurch- 
Schnitt des Chores (Fig. 234) darlegt. Die Formen waren hier sehr einfach; 
der Rundbogen herrschte zum Theil noch vor. Am Aeusseren zeigte nur
        

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