Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1683245
316 
Fünftes Buch. 
Tendenz währte bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrh., indess an manchen 
Orten der gothische Styl sich bereits neben die heimische Bauweise ein- 
drängt. 
s. Quirin zu Die Kirche S. Quirin zu Neu ss , seit 1209 durch einen Baumeister 
Neuß Walbero ausgeführt, verbindet kräftige, bedeutsame Gesammtanlage mit 
überreicher, spielender Decoration , in welcher die buntesten Formen des 
niederrheinisch- romanischen Styles (man vergl. das Fenster auf S. 288) mit 
spitzbogigen sich mischen. Die Querarme sind nach dem Vorbild der Haupt- 
kirchen Kölns im Halbkreis geschlossen, und auf der Kreuzung ein "schlan- 
ker, achteckiger Kuppelthurm emporgeführt. Der Westbair gestaltet sich 
1' M; 
II ß IQ II 
als kolossaler zweiter Querbau, aus dessen hochragendem Dach ein massen- 
hafter viereckiger Glockenthurm aufsteigt. Ueber den SeicenschiHen ziehen 
sich als zweites Stockwerk ausgedehnte Emporen hin, ,_die auf unserer Ab- 
bildung Fig. 232 , einem Stück vom Längendurchschnitt des Langhauses, 
mit ihren schlanken Säulen und den seltsamen Fensterformen sich zeigen. 
In hohem Grade eigenthümlich war die in neuerer Zeit muthwillig zerstörte
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.