Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1683146
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Fünftes Buch. 
kirche zu Paulin zelle ,  mitten im Thüringer Walde , zu nennen. Im 
J. 1106 gegründet, hat sie schlichte Würfelkapitäle und rechtwinklige Um- 
fassungen der Arkadenbögen, einen Chor mit Abseiten und fünf Nischen. 
K_ zu Heiß (Ein Kämpfergesims von ihr auf S. 258 unter Fig. 160.) So ist auch die 
bronn. Klosterkirche zu Heilsbronn bei Nürnbergx), "von der wir auf S. 289 
die Abbildung des in brillantem spätromanischem Style durchgeführten Por- 
tales einer dazu gehörigen Kapelle mittheilten, eine stattliche Säulenbasilika. 
Kirchen zu Aehnliche Anordnung findet man in S. J ßkßb zu B amberg, bis egen 
Bamb"? 1110 erbaut, mit Würfelkapitälen und kräftigen attischen Basen ohneäck- 
blatt. Ungewöhnlicher Weise liegt hier dß-S Querschif im Westen. Dage- 
en ist die 1121 geweihte Kirche S. Michael daselbst eine Pfeilerbasilika, 
Kirchen zu ärsprünglich gleich jener flach gedeckt. 111 Wüljz bur g erscheint der D 0 m 
Wü"1""g' trotz späterer Umgestaltungen und Modernisirung als eine ursprünglich 
Hachgedeckte Anlage mit schlichten, kräftigen Pfeilern. Dieselbe Anord- 
nung befolgt dort die Schottenkirche, während der in den sächsi- 
   schen Gegenden oft vorkommende Wechsel 
Fig. 22.3.    
von Saulen und Pfeilern sich an S. Bur- 
4, i" "i"  k ard findet. In Thüringen wiederum zeich- 
a , netl sich, der Spätzeit des romanischen 
:  Sty es angehörend, durch sehr ele ante 
  Pfeilerbildung und eben so anmuthigge als 
K m Thab   i stattliche Verhältnisse die Kirche zu Th al- 
burgel. "N l l w" bürgel aus. Alle ihre Pfeiler sind auf s 
"g  ä" Zierlichste mit Säulchen besetzt, deren 
n   Profilirungen auch die Arkadenbögen be- 
"  s. "MINI gleiten und eine lebensvolle Gliederung der- 
z x E selben bewirken. Die Thürme erheben sich 
Im. K: hier wie zu Hamersleben dicht an den Quer- 
"äl   armen über den beginnenden Seitenschiffen. 
  Als ebenfalls Hachgedeckte Pfeilerbasilika 
 {L mit spitzbogig aufgeführten Arkaden ist 
K-fgbäem" 7 endlich die etwa um 1200 erbaute Kirche 
 an. I H des Klosters Memleben zu nennen.  
Gewölbte u: i X  An der Entwicklung des Gewölbe- 
Anlagem   ' baues scheinen, wie schon bemerkt, diese 
11K!  ü: Gegenden sich nicht eben selbständig be- 
i n I , , _ theiligt zu haben, obwohl sie nicht zöger-_ 
MR llll llll g ten, sich die anderwärts gewonnenen Resul- 
V ' 5 X  tate frisch anzueignen. Dies geschah aber 
 in bedeutsamer Weise erst in der Ueber- 
l i] gangszeit. Ein bemerkenswerthes Beispiel 
I, bietet das Langhaus und Querschiff des  
Dnmzu Doms zu Naumburg, ohne Zweifel 
Naumbilrgil ' erst im 13. Jahrh. ausgeführt, und nach 
Dom vuNamnburu_  einer alten Nachricht im J. 1242 einge- 
 a weiht. Imponirende Verhältnisse , con- 
sequent durchgeführte Spitzbogenwölbung mit Rippen, reich entwickelte 
 Alterthümer und Kunftdenkmale des Erlauchten Hauses Hohenzollern. 
Rudolph Freiherrn von Stzllfhed. Neue Folge. F01. Berlin 1856. 
Herausgegeben von
        

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