Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1682969
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Fünftes Buch. 
Portale. 
An den Portalen beharrt diese Zeit bei jener reichen Entwicklung, 
welhhe schon der Blüthenepoche des romanischen Styls eigenthümlich war. 
Doch werden die Säulchen schlanker gebildet, die Ornamente gehäuft, selbst 
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die Schäfte gerippt, canellirt oder mit anderen Verzierungen bedeckt, be- 
sonders aber durch die charakteristischen Ringe ausgezeichnet. Aber auch 
an wesentlicheren Umgestaltungen fehlt es nicht. Dahin gehört vornehmlich, 
Fig. 109. 
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Dreiblatt- oder Kleeblattbiögen. 
Kleeblatt- 
bögen. 
dass die Ueberwölbung des Portals häufig spitzbogig wird, oder dass andere 
seltsame Formen in Anwendung kommen, die ohne Zweifel durch maurische 
Einflüsse entstanden sind. Es findet sich nämlich an Portalen, Galerien 
Fit 20h oder decorativen Bogenstellungen, dass die 
i: Linie des Bogens gebrochen, aus drei Kreis- 
theilen zusammengesetzt wird, wodurch der 
 Fig. 199 unter a abgebildete runde Drei- 
blatt- oder Kleeblattbogen entsteht. 
Setzt man einen Bogen in ähnlicher Weise 
aus vier Kreistheilen zusammen, deren beide 
mittlere an einander stossen, S0 hat man 
Schlosskapene m Freiburg den ebenfalls häufig eingetroffenen spitzen 
Kleeblattbogen (Fig. 199 unter b). An der 
beigefügten Darstellung des Portals einer Kapelle zu Heilsbronn bei 
Nürnberg (Fig. 202) sieht man die Anwendung des runden Dreiblattbogens,
        

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