Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1682676
Zweites Kapitel. 
Roxpanischer StyL. 
259 
 Ganz neu und originell war endlich die Bildung des Kapitals. Das Kapital- 
korinthische Kapital mit seinen fein ausgezahnten Akanthushlättem Wal. zu formen. 
elegant fülf den derberen Fgfmensinn, 
 Yis-EVÄE-I    zu frerndartig für das sich immer 
l    A;  kräftiger regende Gefühl jener Zeig 
     Zwar blieb man in Ländern , wo der 
v3  all:  W Einfluss zahlreich erhaltener antiker  
   iillllillllll   Monumente massgebend war, wie im 
    131i südlichen Frankreich, fortwährend, 
   llyliylllll  bei der Nachahmung jener. Bildungs- 
 weise. ln anderen Gegenden aber kam 
 man zu einer durchaus neuen Kapital- 
   1.01217 Welche für den romanischen 
  Sty bald eben so all  
   Manna"! u gemein und clia- 
llllllljääaißdllll" "ff   rakteristisch wurde, wie das trapez-  
Will"   förmi eKa an f" d b.   
  "nlillllill schengwar Plgiesgsneldle Fzritmyäraxiiiildlis 
w       
MIIIHÜLV  Ailiuwlmfll aus dtemselben Bediirfniss, welchem 
lliiiiiiilh_____   il Jene yzantinische entsprungen war: 
Säulenbasis aus dem Kreuzgmige zu Laach. der Nothwendigkeit, allS dem runden 
 X     Säulenschaft mittelst einer kräftig 
entwickelten Irorm _1n die viereckige Bogenlaibung überzuleiten. Zu dem XVürfcl- 
Ende schuf man ein Kapital, welches aus einem an den unteren Enden kapitäh 
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 "alt. d  w" r      
 iefikai "laääapitainliäsr- in  
 f t en .1 c en urc a. ieis inien unri- 
ls]  aäs e", kei angte man Spielraum fur dle 
 ifw    sc äiuä erLdeBf-Iand der Sculptur, die dann 
  auc urc att- nd Th' f   
   artige Verschlingunglen unldr (iiliräleixdliebfilldie 
  Combinationen dem Kapital eine reiche Zierde  
M? lnlmlilwl-it!  verliehi Doch legten sich diese Ornamente 
M lllillikzlll v?"  der übrigens unverändert bleibenden kräftigen 
Wiirfelkapitäl. Grundfcärnid nur als anmuthige Hülle auf 
wahren as Blattwerk des l  th' h 7 
Kapitals aus dem Inneren wie durch eine Naturkraft hervordgiiirl-zlssitlsfclfire 
beiden unter Fig- 154 abgeblldeten KaPltäle geben interessante Beispiele 
solcher Verzierung. Sie zeigen auch, wie die kräftig aus Plinthe und Ö 
schräger Schmiege gebildete, manchmal auch aus mehreren" rundlichen 
Gliedern gleich den Kämpfergesimsen der Pfeiler ziisammeiigesetzte Deck- 
platte des Kapitals an ihren abgeschrägten Theilen (der Schmiege) oft  
ebenfalls mit Blattornamenten ausgestattet wird. Auch der runde Vvulst 
der das Kapital mit dem Säulenschaft verbindet, wird manchmal plastisch 
geschmückt. Die Vyürfelfcrm tritt bereits im- 1 l. Jahr-h. auf und_ bleibt, in 
einfacherer oder reicherer Behandlung, durch die ganze Zeit des mmani- 
Sehen Styles in Uebung. 
Pech erscheinen neben ihr noch andere eigenthümliche Bildungen, die Andere Kapi. 
ebenfalls den Uebergang aus der Säule in den Bogen in kräftiger Weise talformm" 
17'
        

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