Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1682390
Drittes KafJitel. 
Aeussere Verbreitung des mohamedanischen Styles. 
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steilen Hügel, welcher die Stadt überragt, erhebt sich das Kleinod mauri- 
scher Baukunst, die Burg Alhambraä). Sie wurde im Laufe des 13. und 
14. Jahrh. aufgeführt, und erhielt selbst im 15. Jahrh., kurz vor der Ver- 
nichtung der maurischen Herrschaft, noch Vergrösserungen. Unter KarlV. 
wurde ein Theil der Gebäude zerstört, um einem düsteren, unvollendet 
gebliebenen Palast zu weichen, den auf unserer Abbildung (Fig. 151) die 
hellere Schraffirung andeutet. Der grösste Theil des maurischen Schlosses 
ist dagegen wohl erhalten und zeugt von der hohen Vollendung, deren jener 
originelle Styl fähig war. 
Alhambra. 
Alhalnbra. 
Grundz 
Auch hier tritt uns das Grundgesetz maurischer Architektur, vermöge 
dessen das Aeussere ernst und schmucklos gehalten, das Innere dagegen in 
reichster Prachtentfaltung durchgeführt wurde, deutlich entgegen. Diese 
Starren, mächtigen Mauermassen mit den kräftigen Thürmen haben einen 
kriegerischen, abwehrenden Charakter. Aber hmeingetreten, ist man plötz- 
lich wie von einem Zauberbann umfangen, geblendet fast von der ungeahn- 
ten Herrlichkeit. Wie überall in den Bauten des Orients, gruppirt sich hier 
die ganze architektonische Anlage um Offene, Von Säulenhallen umgebene, 
mit Wasserbassins und Springbrunnen ausgestattete Höfe, an Welche sich 
eine Menge kleinerer Räume, zlmmeT, Corridore und Säle in bunter An- 
ordnung reihen. Treten wir durch den an der Südseite liegenden Eingang 
9' er ist auf unserer Abbildung nach Oben gekehrt  , so gelangen wir in 
einen länglich viereckigen freien Hof, den Hof der Alberca, auch Hof 
dei- Bäder oder Myrthenhof genannt. Ein grosses, mit Myrthen eingefasstes 
Bassin hat ihm den doppelten Zunamen gegeben. Auf den beiden schmalen 
Seiten begrenzt ihn eine auf je sechs Säulen ruhende Halle, während auf 
den Langseiten die Mauern der Palastflügel ihn einschliessen. Ehe wir uns 
 
 J. Gaury and Owen Jones: Plania elevatinns, sections and details of the Alhambra. 3 Vols. F01. 
London 1341,  an; de Pnmgeyr Souvenirs de Grenade et de PAIhambra. Paris. F01. 
Anlage.
        

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