Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1682292
Zweites Kapitel. 
Styl der mohamedanischen Baukunst. 
221 
Räumen zu sein; man meint noch in jenen mit bunten Teppichenzausge- 
hängten Zelten zu weilen, welche in den Zeiten ihres kriegerischen Noma- 
ilenthums die Wohnstätte jener schweifenden Eroberer ausmachten. Als 
oesonderer Schmuck, zumeist als Einfassung 51er Arabeskenfelder, kommen 
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ringsum laufende Bänder mit Inschriften vor, deren Buchstaben zuerst in  
den strengen Zügen der sogenannten Kufischen Schrift, später in den kraus   
geschweiften Cursivbuchstaben ausgeführt wurden. Diese ganze Ornamen- 
tik, aus Gips oder gebrannten Thonplatten zusammengefügt, prangt oben- 
drein im Glanze lebhafter Farben und reicher Vergoldung, und erinnert 
durch ihren phantastischen und dabei doch harmonischen Zauber an die 
Märchen von Tausend und Einer Nacht. "Um die Totalwirkung solcher 
Wanddecoration besser zu veranschaulichen, fügen wir auf urnstehender 
Seite unter Fig. 146 eine Ansicht vom Löwenhofe der Alhambra bei, wel-  
cher das zierliche, reich bewegte Spiel dieser graziösen Architektur in glän-  
zender Entfaltung zeigt.  
so reich das Innere ausgestattet 1st  und vornehmlich kommt dieser Das Aeussere. 
prächtige Schmuck in dem Heiligthum der Moscheen , lund noch mehr in 
den Palästen und Lustschlössern der Herrscher und Vornehmen zur Anwen-  
dung  so gänzlich ohne alle Verzierung und Gliederung ist das Aeussere. 
Selbst Fenster und Thüren werden nur spärlich angebracht, und die mono- 
tone Mauermasse erhält höchstens durch eine Zinnenbekrönung und durch 
das weit vertretende, schattende Dach einen kräftigen Abschluss. Dieselbe 
Anlage, die auf der Abgeschlossenheit des orientalischen Familienlebens 
beruht, wiederholt sich auch an den für Privatzwecke errichteten Gebäuden. 
Doch" werden wir eine Gruppe von Bauwerken treffen, welche auch eine 
[mehr künstlerische Durchbildung, eine lebendige Gliederung des AGIISSCIEII 
mit glücklichem Erfolg angestrebt haben. Bei diesen findet sich dann 
auch-eine kräftigere Anlage des Ganzen, verbunden mit einem Pfeilerbaix, 
der eine grossartig monumentale Wirkung erzeugt.
        

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