Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1681947
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Drittes Buch. 
die einzelnen Seiten (vgl. Fig. 123 und 121). Hat dieses Kapital in seiner 
'F0rm unstreitig etwas Ungefüges, so entspricht es eben dadurch und durch 
seinen compacteren Charakter recht wohl dem XVesen der byzantinischen 
Architektur, den- mächtigen Kuppeln und den wuchtenden Bögen. Doch 
stieg der Bogen nicht unmittelbar vom Kapitäle auf; vielmehr erfand die 
byzantinische Kunst einen kräftigen, ebenfalls der würfelförmigen Gestalt 
sich nähernden kämpferartigen Aufsatz, der, gleichsam die Stelle 
des Abacus vertretend, den Bogen aufnahm. Seine Seiten blieben entweder 
frei oder wurden durch einen Namenszug oder andere rein ornamentale 
Reliefs bedeckt. Diese Kapitälform war es, deren wir bereits bei den Bauten 
von Ravenna gedachten. 
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Kapitäle v: 
Vitale zu Ravenna. 
Gliederungen. Im Uebrigen ist die Detailbildung des byzantinischen Styles dürftig. 
Die beiden Stockwerke werden je durch ein Gesims, welches durch alle 
Haupttheile der Kirche sich fortsetzt, abgeschlossen, und zu ihnen kommt 
gewöhnlichnoch ein drittes, über den Hauptbögen liegendes. von welchem 
die Kuppel aufsteigt. Die Gesimse und sonstige Gliederungen werden nach 
römischer Ueberlieferung geformt, das ganze Innere wird dagegen mit einem 
 kostbaren Schmucke von Mosaiken auf Goldgrund oder von Fresken aus- 
gestattet, wie denn auch zu den Säulen prachtvolle Marmorarten irerwendet 
werden und ein an den Orient erinnernder prunkender Luxus von gemalten 
und musivischen Füllungen, Lineamenten und Friesen, sowie in den unte- 
ren Theilen eine Verkleidung von verschiedenfarbigem Marmor das Ganze 
überdeckt.     
DasAeusw-c, Das Aeussere stieg wie bei der Basilika in zwei Absätzen auf, indem 
über die niedrigen Seitenräume der hoheMittelraum emporragte. Doch 
waren die Seitenräume durch die doppelte Reihe von Fenstern und ein 
trennendes Gesims als Iweistöckig bezeichnet. Die Mauern wurden von 
grosser Stärke meistens in Ziegelsteinen aufgeführt, und zwar gewöhnlich 
 mit wechselnden Schichten von verschiedener Farbe. Die Fenster waren 
ähnlich denen der Basilika mit rechteckig gemauerter XVandung und oben 
mit einem Halbkreisbogen zugewölblt. Doch wird bei grösseren Fenstern
        

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