Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1681684
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Zweites Buch. 
keine Spur mehr vorhanden. Kleineren Umfang, aber nicht geringeres 
Interesse, bietet ein Denkmal aus der letzten Epoche der antiken Archi- 
tektur, weil es die runde römische Grundform mit einem entwickelten Ge- 
Grabmal der wölbebau verbindet. Es ist das Grabmal der Con stantiai), Constantins 
Cmlstamia"  Tochter, ehemals fälschlich als Tempel des 
h? NL Bakchus bezeichnet, die jetzige Kirche 
  Santa Costanza (vgl. den Grundriss F. 1 11). 
Eine mit zwei Nischen geschlossene Vor- 
. , halle führt in einen Kuppelraum von 3514". 
n ' '  Durchmesser und 62 F. Scheitelhöhe, der 
o. .0 von einem ungefähr halb so breiten und 
v ' n hohen tonnengewölbten Umgange umzogen 
, , wird. Zwei Reihen von e 12 durch Archi- 
.   . trave verbundenen Säulen mit schweren 
Compositakapitälen tragen auf breiten Bö- 
gen die hohe, mit Fenstern durchbrochene 
Oberwand. Die Umfassungsmauer wird 
durch Nischen belebt. In dieser ganzen 
sehr bedeutsamen und sinnreichen Compo- 
L1__1   s" "fp sition ist ein Motiv gegeben, welches auf 
Grabmal der Constantia. die christliche Kunst in dßr Folge VOII 
Grabmäler zu nachhaltigem Einfluss werden sollte. Die 
Pompe-li- mannichfaltigsten Formen von Grabdenkmälern endlich haben sich zu 
Pomp e ji gefunden. Wie bei Rom vorzüglich an der Via Appia die Grä- 
ber sich erhoben, so hat auch hier eine bestimmte Gräberstrasse vor dem 
Herculaner Thore sich gebildet. Von der Form des einfachen Grab- 
cippus, einer als Denktafel aufgerichteten Stele, bis zu den reich und 
zierlich ausgestatteten grösseren Familienbegräbnissen begleitet eine reiche 
Zahl interessantenDenlfmijiler auf beiden Seiten die Strasse. Unter Fig. 112 
und 113 geben wli Belspiele von der Verschiedenheit dieser Anlagen und 
dem mehr freundlichen als ernsten Sinn, der sich in ihnen ausspricht. 
Desgode tz: 
Edifices antiques de Rome.
        

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