Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1681364
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Zweites Buch. 
Charakteristisch ist indess, dass. auch bei den Etruskern der Temp el- 
bau die Wölbung noch unberücksichtigt liess. Zwar ist kein Beispiel einer 
solchen Anlage übrig geblieben, allein Vitruv gibt eine ausführliche Be- 
schreibung vom System .des etruskischen Tempels, und einige an Grab- 
denkmälern erhaltene Darstellungen von Fagaden reichen hin , das Bild zu 
vervollständigen. Ohne Zweifel waren es directe griechische Einflüsse, 
welche im Wesentlichen den tuskischen Tempelbau bestimmten. Mit dem 
griechischen Tempel hatte der etruskische die Aehnlichkeitfdass er aus 
einer säulengetragenen Vorhalle und einer Cella für das Götterbild bestand, 
und dass ein giebelförmiges Dach ihn bedeckte. Doch zeigt die Grundform 
Fig. ss. 
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Grundriss des etrnskischen Tem als. 
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schon eben so viele charakteristische Unterschiede. War der griechische 
Tempel ein Rechteck, dessen Langseite ungefähr das Doppelte der Schmal- 
seite maass, so näherte sich der Plan des etruskischen dem Quadrate, du 
die Tiefe sich zur Breite verhielt wie 6 zu 5. Umgab den griechischen in 
seiner vollendeten Form eine Säulenhalle auf allen Seiten, ihn zu einem 
plastischen Organismus entwickelnd, der sein Wesen überall in; gleicher 
Ausprägung darlegte: so hatte der etruskische Tempel nur an der Vorderseite
        

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