Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1681346
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Zweites _Buch. 
Werke der Zu den alterthümlichsten Werken etruskischer Architekturi") gebüören 
A""hltek""' einige Städtemauern, welche nach Art der pelasgischen Werke (Jrie- 
chenlands aus grossen unregelmässig bearbeiteten polygonen Steinblößkßll 
Denkmäler ohne eine Verbindung von Mörtel errichtet sind. [Solcher Art; sind die 
"claägischer Mauern der Stadt Cossa. An anderen Orten dagegen, W19 zu Vüterrai 
Alb Popumnia, Fiesole, Cortona, zeigen die Steine bereits horlifontale 
Lagerung , edqch keinen regelmässig wechselnden Fugensc nxtt. usser- 
dem gibt es gewisse gewölbartige Denkmäler, deren FQTmr durflh Ueber" 
  kragung horizontaler Steinschichten ge- 
d'or bildet an die Anla e der riechischen 
11b.s2. , gE äh H dt 
M  Thesauren erinnert. in so c cs n e 
  sich zu Rom im sogenannten Tullia- 
  num dem unteren Gemache des Carcer 
  AMamertinus.  Mehrere unterirdische 
 Werke der Art, wahrscheinlich Grab- 
   m; Tlillii "'31  mäler, trifft man auchzu Tarquinii,  
  Volci und an anderen Orten. Dahin 
   "i    "jaiißiwi-jif  gehört auch das sogenannte Quellhaus 
   M  zu T usculum (Fig.  Von dersel- 
   Q      ben Wölbungsart ist der Spitzbogen des 
 ; i" agii-H   Stadtthores von Arpino. Dagegenhlie- 
  ü?"  13K   gen auf der benachbarten Insel Sardi- 
   lll  nien freie , kegelformlge Bauten , d1e 
diillliillpr,  sogenannten N urag h e n , "deren innere 
 Gemächer oft zu mehreren über ein- 
  ander angebracht, in derselben Weise 
i  Quellhaus zu Tusculum. durch vorkragende Steine zugewölbt 
   sind. Diese letzteren Denkmäler rühren 
zwar schwerlich von den Etruskern her, allein "sie sind als Zeugnisse einer 
ähnlichen Kunstrichtung und Culturstufe hier einzureihen. 
Gywülbcbalh    Wir nennen diese Denkmäler 
  Fis- 83- ;  nur, um die ausgedehnte Herrschaft 
 äütllmv   jenes Bausinnes zu veranschaulichen, 
Viqjißllffiiluiu iiIÄ-"m" "iittiinlli   den man mit dem Gesammtnamen 
     des pelasgischen belegt. Wichtiger 
drtß?      3 aß." jedoch und vom nachhaltigsten Ein- 
      fluss auf die fernere Entwicklung der 
  Architektur 1st d1e Thatsache, dass 
"  d1e Etrusker als die Erfinder des 
"  J-i-     
  Censtruction dies Rundbogens. elgenthchen G e W 01b e b alle? ' des 
 durch keilförmige Steine geblldetell 
Bogens zu betrachten sind. Das Wesen dieses Bogens beruht darauf (Flg. 83), 
dass seine einzelnen Steine mit ihren dicht an einander stossenden , düTCh 
Mörtel verbundenen Fugen in der Linie eben so vieler Radien liegen , die 
Denkmäler 
pelaggischex" 
Art. 
 W. Abelcen. Mittelitalien vor den Zeiten römischer Hevrschafb, nach seinen Denkmälern  
gestellt. S. Stuttghrt 1813.  (Äfllicali, Mouuinunti per sorvire- alla storia degli antiqui popoli Ita- 
liaui. F01. Fircnze 1532.  Dcrxelbe. Monumunti incditi all" illustrazionc della storia dvgli rmtiqui 
popoli ltaliaxxi. F01. Firunze 1844.  F. Inghiravni. Mcnumeuti Etruschi 0 di Etruscn unmn. 1U Voll. 
4, 1825.  K. 0. Jllliller. Die Etrusker. Vgl. auch Th. Jllnmmscn: Römische Geschichte. 1.1311. "l. Aufl. 
Berlin 1856.
        

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