Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1681276
Erstes Kapitel. 
Griechische Baukunst. 
119 
Alexander dem Grossen geweihte Tempel der A th ena Poli as zu Priene. Athene-T. 
Von Py Hzeos um 34OÖerbaut, war der Tempel, dessen Ueberreste jetzt Prlem" 
ein wirrer 'l'rümmerhaufen, ein Peripteros von mässigen Dimensionen, 
64 Fuss Breite bei 116 Fuss Länge, mit (5 zu 1 l Säulen, wobei die über- 
wiegende Breitenentwieklung auffällt. Die Details (vgl. Fig. 80a) sind in  
 einem reichen, lebendig be-  
 .  _:__flglfdf"'   wßgten. lßniSmus behandelt, 
f" s, Mfvyk i" "z w [I  die Basis mit do eltem Tro- 
ll  chilus und einedipzur Hälfte 
 mit Rinnen versehenen Torus, 
 U I l I gegeben ist) mit einfachem, 
  gegen die attisehen Denkmäler 
         massig gehaltenem Polster und 
 wenig gesehwungenem Kanale; 
 die oberen Glieder in reicher, 
ID'- r aber doch klar gesetzmässiger 
 Durchbiltlung, nur an der 
 Sima ein freier componirtes 
Rankengewindo in feiner Seul- 
  pirung. Als ein Hauptwerk 
 dieser Epoche glänzt der ko- 
  iix iä; Äß";  il , von 10 zu 21 Säulen, l E  
    j)  (Q)    1354 giiss breit und 303 Fuss 
 l  11K 1h?  lang. Das ältere von den_l'er- 
   11  sern zerstörte Heiligthum 
    1,: wurde im Anfang des vierten 
    Jahrh. durch Paconins von 
 m4; EPlIBSOS und Daplznig von 
Milet mit dem höchsten Auf- 
 ä E  Q" wand künstlerischer Mittel neu 
      h.  errichtet, doch kam der aus- 
 gedehnte Bau wohl erst spät, 
 vkelllenfalls vor dem Ausgange 
lonische Ordnung. Vom Athenatempel zu Pricne. des Jahrh" zur V01lendung,_ 
Seine äusseren Glieder haben 
eine minder klare und lebendige IBildung als jene zu Priene. An der Säu- 
lenbasis (vgl. Fig. 54 auf S. S6) 1st der Torus von zu schwerer Rundung, 
Zumal er ungegliedert blieb: xvon den Säulen des Peristyls stehen nur zwei 
sammt einem StüCk Gebälk aufrecht, und eine dritte, einsam stehende,  
zeigt sich durch die Ummantelung als unvollendet. Der Architrav ist hier 
nur zweitheilig, dem Kanale des Säulenkapitäls fehlt  ein Zeichen sin- 
kenden Formverständnisses  die elastische Senkung in der Mitte. Da- 
gegen hat sich an den eigenthümlich angelegten Wandpfeilern der Celle 
eine Anzahl von Kapitälßn eTllaltell , die zu den edelsten und glälrzendstell 
Beispielen ionischer Antenkapitäle zu zählen sind und eine Fülle reizender
        

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