Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1680005
ersten 
lünwurnw zur 
.4 us rlevn 
Auflage. 
bes-tivnrnt ausgepviigten Bezeichnung erklärt, durch Wort und Abbildung (ieullieh 
vorgeführt werden. 
Gedriingte Kürze war neben anschaulicher Klarheit ein  
Dennoch wird man gerade beim Abschnitt über die mittelalterliche Raitilaitnsl 
inelleiclzt die Ausdehnung als zu breit ladcln und die Aufziililulrg der Denkmäler 
eintönig ßnden. Indess ist dieser Theil der Arbeit nicht durch. wilthitrliehes 
Belieben, so betriichtliclt (lttjjßlütt-(JIISUH. Erstlich. beruht der Charakter der christ- 
Iich-vnittelalterlichen Architetrtizr eben auf ihrer Mannichfalhkjiheit, und nur aus 
der Fiille individuell verschiedener Gestaltungen kann man hier ein (jesaniintbilil 
verhalten. Sodann liegt uns jene gerade auf architelctonisclzem Gebiet an Schöpfer- 
hraft itberaus' reiche und herrliche Epoche räumlich und zeitlich so nahe, dass 
auch aus diesem Grunde die dctaillirtere Darstellung wohl gerechtfertigt sein 
Inag. Ucbrigens ist es nirgends Absicht gewesen, den ganzen Denhmälervorratl: 
ziufzuzählen; nur das Wesentlichste, Bedeulenclste wurde in mögliCllSißf Kürze 
erwähnt. Dass dadurch manchmal der lebendige Gang der Darstellung etwas 
schwerßilliger erscheint, wird vielleicht in der Natur der Sache nachsichtige 
Entschuldigung finden. 
Dass eine Arbeit ioie die vorliegende beim jetzigen Stande der baugeschicht- 
liehen Forschung manches Missliche hat, lässt sich nicht leugnen. Ueber manche 
Punkte herrschen bei den bedeutendsten Kennern verschiedene Ansichten, die oft 
schroff einander entgegenstehen. Was der Eine billigt, wird der Andere ver- 
werfen, und eine zusammenfassende Darstellung dieser Disciplin mag vielleicht 
voreilig geschulten werden. Dennoch hat der Verfasser seineArbeit nicht zurück- 
halten wollen, überzeugt einerseits, dass manchen Dingen im blendenden Reflear 
streitender Ansichten eine übertriebene Bedeutung beigemessen wird, (andererseits, 
dass so lange llienschen nach Erltenntniss ringen, solche Schwankungen unver- 
meidlich sind. Der Verfasser hat sich im Kampfe der tlleinungen eine eigene 
Anschauung zu bilden gesucht, und er hofft, dass man in seiner Darstellung die 
Einheit der leitenden Grundidee nicht vermissen werde. Im Uebrigen konnte es 
nicht seine Aufgabe sein, hier neue Forschungen zu bieten. Er hat sich den 
allgemeinen ioissensclzaftlichen Resultaten, wie sie in K u g l er's nlfunstgesehichtee, 
S chnaasds nGesclziehte der bildenden Künsten vorliegen, angeschlossen; er hat 
die wichtigen Specialforschungen, wie sie Bö ttichefs nTektonih der Hclleneitu 
fitr die griechische Architektur und manche andere Werke für andere Zweige der 
Baugeschichte liefern, sorgfältig benutzt, und glaubt dadurch den Danh, den ioir 
Alle (liesen ausgezeichneten tliiinnern schulden, in seiner Weise am geeignetsten 
bethiitigt zu haben. Wer ein gründlicheres, umfassenderes Studium der Archi- 
tektur bedarf, der ist auf Kugleris ausführliche vGeschicltte der Bauhunstu zu 
verweisen.  
Iicrrlin 
Jan! 
1855.
        

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