Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679993
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dem 
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Malerei und Sculptur erfreuen sich in reellen lflvziserz allgemeiner Thcilnavltmc. 
wachsenden Verständnisses. Unmittelbar fühlt sich die Enzpfindwtg von ihren 
Werken lebhaft angesprochen, zu ihnen hingezogen, und es fehlt nicht an Hand- 
und Lehrbüchern, welche die tiefere geschichtliche Erhenntniss der darstellenden 
Künste auch dem grösseren Publikum zrcrmitteln. Anders steht es mit der Archi- 
tektur. Obwohl sie die älteste, allgemeinste und chrwitrdigstc unter den bildenden 
Künsten ist, obwohl ihre Schöpfungen uns überall begleiten, itnseren geistigen  
und materiellen Bedürfnissen cnlgegenhornmend und unserem Leben als Rahmen 
und Hintergrund dienend, so trifft man selbst in gebildeten Kreisen, fast nirgends 
ein Verstitndniss derselben, ja es fehlt sogar an der Kenntniss der nothurendigsten. 
Grundbegriffe.  
Obschon dies Verhältniss ivn. Wesen. der Architektur tiefer begründet ist  
worüber hier die blasse Andeutung genüge  so ßndet es doch auch in manchen 
äusseren Umständen Erklärung. Der zitnitchst liegende ist wohl der, dass es kein 
literarisches Hülfsmittel gibt, aus welchem der Laie ilber die vielen technischen: 
Ausdrücke, die bei dieser Dilsciplin so wichtig sind, Belehrung Stfllöjlfelt könnte. 
So lebhaft in den letzten Dezennie-it von. iverschiedcnsten Seiten die Erforsclziiizy; 
der Baudenkmäler betrieben ioordcn ist, so ißllll bietet-i'd] sich dadurch angehäutft 
hat, so fehlt es doch noch an einer populären Darstellung der Bau- 
geschichte. Eine solche ist in diesem Buche versucht werden. E-in-iiye Berner- 
kunggn über ([59 gesiclm-Punlste, welche dabei massgebend waren, mögen ltier 
gestattet sein.  
Vor allen Dingenr ltain es darauf an, die Architektur im Zusmnntevnltany; 
mit der Gesammtentwicklung der lllenschhcit zu betrachten; nachzuzveise-zz, wie 
in ihren Werken die geistigen Richtungen der Völhcvr, der Jahrhunderte hlar sich, 
aussprechen. Dass hierbei die meisterhaften culturgeschiclztlichen Darstellungen, 
welche Schnaasc in seiner n Geschichte der bildenden Künstca gegeben hat, 
als Anhalt dienten, zoird den kundigen nicht verborgen bleiben. Bei den Epochen, 
in ioelchen das Künstlerische noch tmtergeordnet und befangen erscheint, itber- 
iciegt auch in der Schilderung das Allgemeine, Culturhistorische. Erst bei den 
Griechen und Römern, dann wieder im christlichen Mittelalter waren bei dc 
Elemente itachdritclcliclt hervorzuheben, scharf in's Auge zu fassen. Hier galt es 
nun, eine Darstellung der verschiedenen Baztsyfstenic zu bieten, welche selbst 
dem Unkundfgslült durchaus versttinrll-iclt sei-n sollte. Es ntusste auf die Grund- 
elemente architektonischen Schaffens  alles Technische in seiner
        

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