Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1680990
Erstes Kapitel. 
Griechische Baukunst. 
gung der Tlriglyphen. Abgesehen, dass dadurch die Sculptur einen geeig- 
neteren Platz für ihre Entfaltung fand, da sie ihre Gedanken nicht ferner 
in schmalen Metopengruppen zusammenpressen, sondern in ununterbroche- 
nerIfZuge des Frieses ausbreiten durfte, fiel auch für die Balken der Decke 
die beschränkende Rücksicht auf die Triglyphen und weiterhin auf die Säu- 
lenstellirng fort. Man legte der Balken so viele, als die Beschaffenheit des 
Materials erforderte, in frei gewählten Zwischenräumen auf die Blöcke des 
Frieses und gewann dadurch für die Entwicklung des Grundplanes einen 
viel freieren Spielraum (vgl. Fig. G1 u. 62). Die Balken wurden also ohne 
Fig. 61. 
  
  
 
 
   
    
  
 
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Prostasis vom Nikctempul zu Athen (Durchschnitt). 
Rücksicht auf die Säulenaxen in frei gewählten gleichen Zwischenräumen 
vertheilt und die dadurch entstandenen Oeffnungen ganz wie beim dorischen 
Bau mit Kalymmatiendecken geschlossen. Die decorative Charakteristik der 
letzteren blieb dieselbe wie dort, indem die Lacunarien (die vertieften Fel- 
der) mit Sternen geschmückt wurden. Manchmal ging man in Erleichterung 
der Decke noch weiter, wenn man die Lacunarien ganz durchbrach und 
ihre Oeffnungen mit dünnen, ausgehöhlten Platten schloss. An der ganzen
        

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