Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1674146
106. 
daraus 
und 
Zusammenwirken der Gefässtheile 
Kunstformen. 
Einheitliches 
entstandene 
Alle oben angeführten und charakterisirten Gefässe sind Bei- 
spiele des Zusammenwirkens einer aus getrennten Theilen zusam- 
mengesetzten Vielheit zu einer einheitlichen Erscheinung, seien nun 
die 'l'heile faktisch getrennt oder mögen die Elemente nur der 
Idee nach sich selbständig beweisen, während das Werk in der 
Wirklichkeit aus einem Ganzen ist. 
Beides, nämlich die Sonderung der Elemente und ihre Ver- 
bindung zu einem Zweckeinheitlichen soll an dem Werke klar 
und deutlich hervortreten. Das Verhältniss der Theile zu ein- 
ander, die Formen dieser letzteren und der Schmuck, der sie 
ziert, sind so zu wählen, dass das zweckeinheitliche Erscheinen 
dadurch möglichst hervorgehoben und versinnlicht werde. 
Als Bestandtheile einer komponirten Vase erkannten wir: 
1) den Bauch;  
2) den Fuss oder Untersatz; 
3) den Hala ä oft vereinigt; 
4) den Ausguss, 
5) die Handhaben; 
6) den Deckel (unter Umständen den Pfropf). 
Jeder dieser Theile hat seine besondere Verrichtung, von wel- 
eher, sei sie nun materiell oder symbolisch zu nehmen, seine Ge- 
staltung hauptsächlich abhängig ist; ich sage hauptsächlich, 
da letztere auch durch Anderes, namentlich durch Stoff und dessen 
technische Behandlung bedungen ist. 
107. 
Der 
Bauch. 
Der Bauch oder der Kessel des Gefäisses ist bestimmt eine 
Flüssigkeit in sieh aufzunehmen und im hywirostatisehen Gleich- 
gewicht zu erhalten. Es besteht eine dynamische Wirkung und 
Gegenwirkung von dem Inhalte auf den umfassenden Kessel und 
von diesem zurück auf den Inhalt. Diese beiden Wirkungen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.