Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1674055
Keramik. 
der 
Klassifikation 
Gefässe. 
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Festgelagen beliebteste Trinkgefäss. Ob dabei die: Sitte den 
Traubensaft aus einer engen Oeffnung an der Spitze des Rhiton 
in dünnem Strahle in den Mund sprudeln zu lassen, indem man 
das Gefass mit der Rechten hoch über sich erhob, altherkömm- 
lieh oder eine Ausgeburt und Raffinerie der durch Genüsse bereits 
blasirten Zeiten gewesen sei, ist nicht klar. Jedenfalls ist diese 
Erfindung originell und liesse sie sich vielleicht mit dem was 
oben über den Charakterzug der hellenischen Töpferei, verglichen 
n1it der barbarischen, bemerkt worden ist, und mit dem Quellen- 
kult der Griechen in Zusammenhang bringen. In der That scheint 
diese Sitte nur bei den Griechen und Hetruskem, nicht aber bei 
den Asiaten und Aegyptern, eingeführt gewesen zu sein.   
Unsere Vorfahren fanden diese Procedur Wahrscheinlich nicht 
effectiv genug und zu mühsam; sie tranken ihren Meth in vollen 
Zügenvom oberen Rande des Horns. Doch mag es unentschie- 
den bleiben, 0b nicht auch bei ihnen Hörner, oder Gefässe in 
Hornesform mit durehbohrter Spitze, gleiehmässig als Signalhorn 
bei Jagden und Kämpfen und als 'l'rinkgesehirr dienten. In des 
Gervasius otii imperialis liber 1 geschieht eines Feengesehenks Er- 
wähnung, eines n1it Gold und Edelgesteinen geschmückten Horns 
nämlich, „wie sie bei den ältesten Engländern gebräuchlich 
waren." Solche Gefässe aus Gold hat man gerade dort wo die" 
UPSÜJZC der Angeln sind, mehrfach ausgegraben. Eins von be-' 
Bei 
Leibnitz z 
Suriptores 
IGY. 
Brunsw. 
Pag- 
980.
        

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