Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673946
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Fünftes 
Hauptstück. 
grosse Hängelampen, mit strahlenförmig angebrachten Docht- 
schnauzen, behandelte. (Siehe oben den Holzschnitt auf S. 54.) 
Aber das Mittelalter und die Renaissance haben dieses Motiv 
in andrem Sinne ausgebildet, wodurch es mehr dem Geräthewesen 
zufällt, so dass wir desshalb ihm lieber eine Stelle in den Haupt- 
stiicken über Tektonik anweisen wollen. 
102. 
Die 
Kanne 
(Prochus, 
pragafericulunx] 
Keine Kombination der Gefasskunst hat dieselbe reiche Ent- 
wicklung erlangt, welche der Verbindung der Hydria mit dem 
Ausguss zu Theil ward. 4- Durch einfaches Umbiegen des Mund- 
randes derHydria und gleichzeitige Verengerung ihres Halses 
wurde diese glückliche Allianz vermittelt,  so hatte das Gefäss, 
Welches oben als das hellenische par excellence bezeichnet wurde, 
erst seine letzte Vollendung erreicht. Was es dabei an dorischer 
Grösse und Einfachheit einbüsst, gewinnt es dafür an lebendigem 
   
  
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Ausdruck und ioniseher. Anmuth. Die Strenge der durch die 
Töpferscheibe bedungenen Form erhält durch die Bewegung, 
welche die fühlende Hand ihr aufdrückte, Richtung, Physiognomie 
und Schwung. Man sieht, es war ein weicher, hildsamer Stoff, 
der unter des Künstlers eigener Hand Gestalt gewann. Die Form
        

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