Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673844
100. 
2) Der Trichter. 
Der dieser Gattung angehörige Typus, der das Motiv ohne 
Beimischung gibt, ist in beistehendem Gefäss gegeben. Ein 
trichterförmiger Topf mit dazu gehörigem thönernem Untersatz, 
wahrscheinlich ältestes tyrrhenisches Werk. 1  
Trichterßrmiges Gefäss (Gr. 
italisch). 
Eigenthümliche, wohl mehr raffinirt archaistisehe als wirklich 
naturwüchsig ursprüngliche, Einfachheit in der Anwendung der 
ungemischten Trichterform offenbart sich in dem Trinkhorn mit 
durehlöeherter Spitze, dem sogenannten Rhiton, von dem weiter 
unten bei den Trinkgefalssen noch die Rede sein wird. 
Diese Form gewinnt eigentlich erst künstlerische Bedeutung in 
ihrer Verbindung mit dem portativen Reservoir.  
Aus dieser Verbindung des Trichters mit dem Fass entsteht 
die hochgepriesene Hydria, (s. oben  86) welcher gemischten 
Form alle schönsten Ziergefalsse der Griechen und Gräkoitaler an- 
gehören, so dass wir sie in dem citirten Paragraphen als die helle- 
nisehe Vase par excellence bezeichneten. Sie übertrifft alle an- 
1 Man will in dieser Form das Vorbild der weiblichen Brust wiedererken- 
nen, von der wir allerdings schon aus Homer wissen dass sie bei der Bildung 
gewisser Gefaisse zum Modell diente.
        

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