Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1678781
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Elftes 
Hauptstück. 
Obschon feine, scharfe, korrekte Behandlung der Linien und 
der Umrisse, eine zusammengehaltene kompakte Komposition, eine 
eigenthümliche Trockenheit des Stils als nothwendige Eigenschaften 
der Toreutik in Stahl und in harten Stoffen überhaupt erscheinen 
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Steigbügel 
sollten, ist dennoch ein entgegengesetztes Prinzip derselben nicht 
minder berechtigt; nämlich netzartige Durehbrochenheit, ein ge- 
wisser waghalsiger und konfuser Reicbthum, wie er an jenen deut- 
sehen und sarazenischen Stahleälaturen hervortritt. Hierüber gilt 
dasselbe, was Artikel Glas der Keramik über die Diatreta enthält. 
Nur noch Weniges über die Metalltoreutik der Spätrenaissance. 
Giovanni di Bologna, der grosse Erzgiesser, folgt der malerisch- 
plastisehen und naturalistischen Richtung, geht mitunter schon in 
Stillosigkeit über. Seine dekorativen Skulpturen in Erz sind der 
Anfang des grotesken Barokstils. Masken, Muscheln, breite F estons, 
eiserner Heraklesfiguren erwähnen Plinius und Pausanias. Des Epiroten Pyrrhos 
Stahlhelm ein Werk des Theophilns (Plut. 32). 
Die Sarazenen waren schon im Qten Jahrhundert, und wohl noch früher, 
geschickt in der Eisencälatur und der durchbrochenem Stahlarbeit. Mehrere 
alte Stücke sicilisch-sarazenischer Stahleälatur aus der Zeit vor der norman- 
nischen Eroberung werden in dem Museum des Benediktinerklosters zu Ca- 
tanea gezeigt: Siegelringe. Feuerböcke, Steigbügel u. a. Gegenstände. (Siehe 
Holzschnitt.)
        

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