Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673772
Keramik. 
Klassifikation 
Gefisse. 
der 
schönsten repräsentirten Motive. Vergl. die Illustrated London 
news von 1849, deren Nummern die Holzschnitte der vorzüglich- 
sten unter diesen Gegenständen enthalten. 1 
Die beliebteste Grundform für Salzfässer, die wohl symbo- 
lischen Sinn hatte, war das sechscckige Prisma, mit sphärischßr 
Aushöhlung auf der obern Fläche, für die Aufnahme des Salzes. 
So erhielt das Gefäss die Gestalt eines kleinen Hausaltars, an den 
bei manchen Vorwürfen dieser Art die Künstler gedacht und die- 
sen Gedanken zur Basis ihrer Komposition gemacht haben mögen. 
Die prismatisch-kompakte Form empfiehlt sich auch praktisch da- 
durch für diesen Zweck, Weil sie sehr stabil ist;-denn es ward 
zu allen Zeiten als böses Omen betrachtet wenn das Salzfass 
umfiel und dessen Inhalt verschüttet wurde. 
Klasse II, 
Schöpfgefässe. 
Der Löffel. 
Unter diesen ist der Löffel, als die ursprünglichste und be- 
zeichnendste Form, Welche das Motiv am ungemischtcsten wieder- 
gibt, voranzustellen. 
Der Löffel ist eine Gefässform die schon bei den wilden 
und halbwilden Völkern die sorgfältigste und studirteste Aus- 
 bildung erhielt. Ich habe in 
  m der ethnographischen Sammlung 
  des Br. Museums von derartigen 
  Proben der Industrie der Eski- 
   mos, Unalasker etc., sowie der 
w  civilisirten, aber das Naturmotiv 
- df   x festhaltenden, Inder Skizzen ge- 
 QX l,  macht, Wovon ich hier einige 
a? "   Exempel beifüge. 
um der Wilden xi Man sieht dass dieses GefäSS 
unter allen am wenigsten Weiter- 
bildung erfuhr, denn mit Abrechnung mehr äusserlichen Ver- 
zierungswerks und allerdings auch der Eleganz, die jeden noßh 
so untergeordneten Gegenstand vergeistigte, der durch griechische 
Hände ging, bleibt der Löffel der Hauptsache nach immer derselbe. 
1 Siehe 311011 Digby Wyatfs Ornamental art in metal. 
SempenStilII. 5
        

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