Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1678298
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Einheit bildet) nach gleichem, aber transcendentein Gesetze wie- 
der als Umfassendes auf einen höheren, ausser der Form liegenden 
Beziehungsmittelpunkt hinweisen darf, der das Geschmückte ist, 
und wie bei 0118801" Potenzirung des im Kleinod enthaltenen Prin- 
zips sich ein unendlich grösserer Reichthum der Beziehungen der 
zusammentretenden Theile entfalten muss, als dies bei dem ein- 
fachen, für sich betrachteten Kleinod der Fall ist;  aber auf diesem 
YVeg-e gelangen wir wieder in das Gebiet des dritten Hauptstücks 
über das Abstrakt-Formelle der textilen Kunst, und auf Betrach- 
tungen, die sonst schon in dem Buche zerstreut enthalten sind. 
(Vergl. besond.  5, 6, 7, 18, 19, 20.   46 bis mit 55 u.  1 
Das Filigranwerk ist ein starrer Fadenkomplex und in dieser 
Beziehung Gegensatz zu den geschmeidig nachgiebigen, eigentlich 
textilen Bladenkomplexen. Demnach sind Verkettung und Ver- 
knüpfung der Fäden hier zumeist nach ganz andern Grundsätzen 
zu handhaben, als bei letzteren. Das durch sie bewerkstelligte 
Band soll nämlich in vielen Fällen ein absolutes werden, d. h. 
ein solches, welches Theile zu einem in sich unverrückbaren 
festen Systeme verbindet. Der gewählte (metallische) Stoff soll 
durch Fadenverkettung und Verknotung in die Lage versetzt Wer- 
den, seine mehr oder weniger unvollkommene Starrheit zu dem. 
bezeichneten Zwecke zu grösstthunlichster Geltung zu bringen. 
Zunächst hat dies seine Anwendung auf den Draht für sich 
betrachtet, der sich durch besondere Behandlung steifen lässt. 
Seine Durchschnittsflache kommt dabei in Betracht, die z. B. 
sternförmig, nämlich in radialer Bildung dreizinkig, vierzinkig 
oder beliebig vielzinkig gestaltet, die Starrheit und Stabilität des 
Drahts vermehrt. Auch kann man flachem Banddraht durch 
Drehung bedeutende Steifigkeit verleihen. Den alten Filigran- 
arbeitern waren dies schon wohlbekannte Dinge, die sie zugleich 
vortrefflich in dekorativem Sinne zu verwerthen verstanden. 
Wie die Form des Drahts für sich betrachtet, so ist auch der 
Drähtkomplex dem ausgesprochenen Grundsatze gemäss eigen- 
thülnlißh zu behandeln. Der einfachste Drahtkomplex ist die be- 
reits im vorigen Paragraphen besprochene Spirale, dessen Thatig- 
keit in seiner Elasticität besteht. Der richtige Stil wird dieser 
Thätigkeit förderlich sein, der falsche sie schwächen. Unlöslicher 
1 S auch 
Zürich 1856.) 
meine 
kleine 
Schrift 
über 
den Schmuck. 
(Reimer 
und Zeller,
        

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