Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1677981
462 
Zehntes 
Hauptstück. 
Ostporti 
nach 
kuSv 
dem 
ionischelm 
ältesten 
Kanon, 
nämlich 
Westportikus, 
nämlich : 
a 
 
Sonderheiten der Ordnungen des Erechtheums. Attisehe 
Basen ohne eigne Plinthen, durch gemeinsame Stufenschwelle ver- 
bunden. Reicher Torenschmuck, theils plastisch, theils gemalt 
und eingelegt. Verjüngung und Entasis der Säulen verschieden, 
am stärksten an den Halbsäulen der Westfront. Knäufe mit dop- 
pelter und stark gesenkter Spirale. Das Polstermotiv hier fast 
überwunden, 2 dafür aber- in einem starken Torus, als Riemenge- 
Hecht, das sich zwischen die Voluten und den Eierstabechinus 
lagert, glücklicher ersetzt. Reiches Anthemienband unter dem 
Perlenstab des Halses. 3 Gebälk ohne Zahnschnitte, nach attischer 
Weise, Wie bei den früher angeführten Beispielen. Rinnleiste 
nicht mehr vorhanden. Reiches steinernes Deckengetäfel am Nord- 
portikus.  
_ Wenn diese vergleichende Ueberschau als stilgeschichtlicher 
Anhalt nur mit Vorsicht anzuwenden ist, insofern die Verhältnisse 
der Steintektonik überhaupt und insbesondere der ionischen Mar- 
mortektonik Funktionen der absoluten Ausmessungen derselben 
' Das Quadrat fast vollständig, wenn die gemeinsame Sohle (Krepis)der Säulen 
mit zu ihrer Höhe gerechnet wird. 
2 Siehe oben Seite 439 und 441. 
3 Dieser halb korinthisirende Authemienschmuek zeigt sich ausserdem nur 
noch an einigen auf der Akropolis gefundenen, dem Tempel der Artemis 
Brauronia zugeschriebenen Kapitälen und an anderen desgl. zu Rom, unge- 
wissen aber wahrscheinlich späten Ursprungs.
        

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