Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1677538
Stereotolnie 
{Steil 
xkonstr: 
lktioxx). 
Technisch-Historisches. 
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ohne jene erst später empfundenen Feinheiten, die Schweifungen 
der obersten Dreisehlitzrander u. dergl. andere. 
Häufiges Vorkommen metallischer oder keramischerßeschläge 
(oder doch deren Nachahmungen in Stein), plastisch-dekorativen 
Zierraths, Farbenschmucks nach dem Prinzipe ältester Terrakotta- 
malerei und llletallotechnik. Kein entschiedenes Hervortreten des 
Gegensatzes zwischen struktiv-wvirksamen und passiven Theilen 
des Systems in Besiehung auf darauf verwandten Schmuck, daher 
Vorkommenl historisch-symbolischer Bildnerei und Malerei auf 
struktiven Theilen, die nach hellenischen Prinzipien nur für orna- 
mentale Dekoration geeignet sind und umgekehrt. 
Vorhandenes. 
Stelen. 
Bedeutsam sind zunächst gewisse Säulenreste und Stelen hetrus- 
kischen und griechischen Ursprungs, deren Habitus sie als Vor- 
künder der dorischcn Säule erscheinen lässt. Einige sind nach unten 
verjüngt, hermenartig, mit rundem Plinthus und einigen Ueber- 
gangsgliedern als Basis, mit und ohne Kapital, zuweilen mit 
einem Ringe, der den Schaft nach oben zu umgibt. 1 Andere 
sind in konkaver Schwellung stark nach unten ausgebogen, 
kannelirt, Knäufe meistens ionisch, Basis mit rundem Plinthus. 
Zwei unkannelirte schwach verjüngte Denksäulen mit sehr unent- 
wickelten dorisirenden Knäufen, (runder Abakus mit steilem 
konisch-gradem Echinus), in einfach roher Bildung und mit alter- 
thümlichen Inschriften, hervorgegraben aus dem Schütte des Hei- 
ligthums der brauronischen Artemis auf der Akropolis Atherfs. 
Vergleiche noch die häuiig auf Vasen vorkommenden Darstellun- 
gen solcher Stelen. 3 
Felsenfacaden. 
Die von Norchia in Hetrurien, mit willkürlichst dekorativer 
Behandlung der dorischen Formen, vermischt mit anderen, Säu- 
4 Dieses Wirrsal mag jedoch nur für die Periode des Uebergangs zur 
neuen Kunst bezeichnend sein, da vorher Wahrscheinlich das bildnerisch-dar- 
stellende Element der Dekoration gar nicht oder noch sehr schüchtern hervor- 
trat und dafür, aus Instinkt, die richtige Stelle gefunden wurde. Das Basrelief 
über dem Thore von Mykene. 
2 Man möchte in der Form dieser nach unten verjüngten Stelen die rohe 
Nachbildung einer Mumie erkennen, woran auch das hieratische Standbild 
erinnert. 
3 S. die Illustrationen zu S. 243 u. 244 d. B. 
lper, Sti
        

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