Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1677310
Stereotl 
(Steinkonstruktion). 
Technisch-l]istorisclnes. 
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jective Hellenismus sich der militärischen lliassenuntcrordnung- 
günstig zeigte. Die Strategie wurde erst in ihrem Wesen erkannt 
und zur Kun st erhoben durch Epaminondas und Pelopidas, w e iter 
gefördert durch Alexander und seine Nachfolger, vervollstän- 
digt durch die Römer, die Erben der alexandrinischen Weltherr- 
schaftsidee. Wie nun die alexandrinisch-römische Strategie zu der 
Massenkriegführung der Barbaren, so verhält sich etwa römische 
Bauweise zu den Massenbauten der Aegypter, Assyrier und Perser. 
 Wir verfolgen die Geschichte der Maucrstruktur, die durch 
den Sieg des Gewölbes über die grade tektonische Decke und das 
Dachgerüst mit seinem Säulenapparatus zur Geschichte der Archi- 
tektur sich erhebt, auf dieser Richtung hier nicht weiter und 
verweisen darüber auf den zweiten Theil. Dort soll auch der 
mittelalterlichen lilaurerei, in Verbindung mit dem, was das Wesen 
der Baustile des Mittelalters ausmacht, das sie als mächtigster 
Faktor bedingen hilft, ihr Recht werden. S0 auch der lilaurerei 
der Renaissance. 
Die Einführung des Quaderfugensehnitts als ornamen- 
tales Mittel in die Baukunst ging ungefähr gleichen Sehritts mit 
dem Aufgehen und Wachsen des neuen Bauprinzips, wovon oben 
die Rede war. Dieser Punkt fand schon deriHauptsache nach 
seine Erledigung in den  79 u. 80 des I. Bandes, worauf also 
hier Bezug genommen werden darf. (S. auch  162 u. 163 d. B.) 
Die 
Chaldäa, 
Assyrien, 
Persien, 
Aegypten. 
Ueher ihren Ursprung und frühen Entwicklungsgang bieten wie- 
der die merkwürdigen Üeberrestc des in seinen lllotiyjen ursprüng- 
lichsten aller Baustile diesseits der grossen asiatischen Hochebene, 
des chaldäisch-assyrisehen, mit seinem Ausläufer dem persischen, 
die Wichtigsten Aufschlüsse; in Verbindung mit anderen Wahrneh- 
mungen an monumentalen Ueberresten, in Aegypten, Kleinasien, 
Italien und Griechenland und mit schriftlichen Daten über dieselben 
genügen sie zur vollständigen Beseitigung der spitzlindigen Fiktion 
einer angeblich abs oluten aus der Wesenheit des Steins wer- 
bildeten" monumentalen spezifiseh-hellenisehen Steintelätonilz. 
Nach Allem, vras darüber in den Artikeln Chaldüa, Assyrien, 
Aegypten, Persien, Indien, Kleinasien des ersten Bandes und sonst
        

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