Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673655
Keramik. 
Klassifikation 
der 
Gefässe. 
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theils als geheiligtes Weihbecken in den Vorhallen der 'l'en1pel 
theils zu Brunnenbassins. 
Als Trinkgeschirr hat der hellenische Kelch zwei Henkel 
und einen bald höheren bald niedrigeren geschweiften, unten in 
einen Teller endigenden Fuss. Der ältere Kylix ist tiefer und 
hat ein hohes Gestell; dasselbe Gefäss verflacht sich und wird 
niedriger gestellt in der schönen Zeit; es Verliert seinen Charakter 
als Kylix in der Spätzeit. (Siehe beistehende Figuren.) 
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bArchaische Kelche. 
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(Gxß) 
Als Weihbecken (Aporrhanterion oder Peryrrhanterion) ist der 
Fuss, der Grösse des Gefässes und seinem Gewicht entsprechend, 
kräftig und stark geschweift, den assyrischen Gefässen gleicher 
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Spätere Kelehformen. (G12) 
Bestimmung ähnlich. Prachtvolle Brunnensehalen aus Porphyr, 
Rosso antico, Puonazzetto und anderen harten Steinarten sieht 
man im bourbonischen Museum, im Vatikan und zum Theil in 
Palästen und auf Plätzen in Italien noch jetzt als Wasserbecken 
dienend. Sie haben ihrer Bestimmung entsprechend meistens die 
ausgeschweifte Form mit überfallendem Rande. 
Diese Form, die des Kylix nämlich, die auch das Mittelalter 
häufig anwandte, war, wie gesagt, äusserst beliebt in der Zeit der 
Wiedergeburt der antiken Kunst, WO die besten Vasenkünstler sie 
in dem reichen und kecken Stile jener Zeit behandelten. Berühmt 
sind die in Paris, Wien und Florenz befindlichen Schalen des 
Benvenuto Cellini, dessen Namen übrigens ein Gemeinplatz ist,
        

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