Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673633
Keramik. 
Klassifikation 
der 
Gefässe. 
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Aera der Töpferkunst, die einzige die mit der antiken griechischen 
einigerrnassen die Zusammenstellung aushält, einleiteten. Die 
bedeutendsten Stücke, die aus der bezeichneten umbrischen 
Fayeneeindustrie hervorgegangen, sind gleichfalls dieser Rubrik 
zuzurechnen, als schüsselformige Getässe. Ueber sie im Zusam- 
Inenhange mit anderen Werken dieser Art das Weitere in dem 
Artikel Fayence des folgenden Hauptstückes. 
Auch das gothische Mittelalter behandelte dieses Vasenmotiv 
mit Vorliebe und Glück. So sind die aus limusinischer Fabrik 
hervorgegangenen Patenen, an denen alle Stile der so interes- 
santen Kunst des Emailleurs sich der Reihe nach bethatigten, 
durch öftere Publikationen und in den Sammlungen derartig Vor- 
handenes allgemein bekannt.  
Beistehende Skizze einer bei Soissons gefundenen emaillirten 
Schüssel aus dem 13. Jahrh. mag als Beispiel dienen. 
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Emaillirte Patena. (lßtes Jahrhundert.) 
Auf sie, sowie auf die diskoiden Gefässe aus der Glanzperiode 
der Goldschmiedskunst in der Zeit der Renaissance wird in der 
Metallotechnik zurückzukommen sein, wesshalb ich hier nur bei- 
läuiig noch aus der zuletzt genannten Kunstperiode die Bronce- 
schüssel des Donatello (im Besitze der casa Martelli in Venedig) 
als das edelste was sie dieser Art hervorbrachte, erwähne. 
Mehr der Spätrenaissance gehört eine Gattung sehr reich ver- 
zierter Schüsseln, die hier gleichfalls nur vorläufige Erwähnung 
finden mögen; sie scheinen meistens WVerke deutscher Metall- 
künstler zu sein und linden sich in zinnernen oder bleiernen 
Exemplaren am häufigsten in Franken, Bayern und Tyrol. Vielv 
leicht war Augsburg der hauptsächlichste Fabrikort, aus dem sie 
hervorgingen. Doch sind diese bleiernen Exemplare nur Ab- 
klatsche oder Modelle für andere aus Silber oder Gold. S0 be- 
iindet sich eine Silberschüssel in Paris mit reicher allegorischer
        

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