Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1676954
knnstw 
Zwex 
nelles. 
359 
vielen gleich oder ähnlich gestalteten nach einem bestimmten 
Kan on auf einandergcfügten und in einander verketteten Stücken. 
Die Thätigkeiten aller dieser Theile der Struktur sind die glei- 
chen und zwar absolut Inechanische, bestehend in Druck 
und Gegendruck, welche Kräfte in dieser Verbindung keinen 
andern als den struktivunechanischen formalen Ausdruck zulassen; 
hierin z. B. durchaus von der tektonischen Struktur (auch wenn 
sie in Stein steiieotomisch ausgeführt ist) abweichend, deren 
Theile ganz verschieden thätig und daher gegliedert sind, deren 
stützende Elemente sich durch die Kunst zu Organismen beleben 
konnten, deren Rahmenwerk und Dachgeschräinli zwar kollektive, 
als für die Bethatigung des der Säule innewohnenden Lebens 
nothivendige Last, sich rein mechanisch äussert, aber zugleich in 
sich selbst vielgegliedert und in einzelnen Theilen als strebend 
und gleichsam lebendig erscheint. 
Das Leblose, krystallinisch Mineralische, 1 Welches die Funda- 
mentmauer, als formale Manifestation der Steinstruktur auf eige- 
nem Gebiet, charakterisirt, entspricht vollkommen ihrem Verhalten 
zu dem Daraufgestellten, mit dem sie zu einem in sich abge- 
schlossenen Ganzen zusammentritt, als Repräsentantin des gleich- 
falls krystallinisch, d. h. eurhythmisch-allseitig in sich zurückehren- 
den, jegliches Aussensein ausschliessenden Alls, das wir uns 
nicht anders als in rcgelmässig abgeschlossener Form (lenken 
können.  
Das eu rhythmische Gesetz (siehe Prolegoinena) beherrscht 
also die Steinstruktur als solche; und zwar gibt (lassellae sich 
in dreifacher Weise kund. Erstens in den Tlleilßll oder 
Elementen der Struktur für sich betrachtet; zweitens 
in den Verhältnissen dieser 'l"hei1e zu einander und 
zum Ganzen und in dem Gesetze ihrer Verkettung; drit- 
tens in der allgemeinen Gestztltung (lßS Fllxr(laliieiits 
als (lanzes.   
Die 
lilelnel 
g. 162. 
Struktur 
der 
sich 
Aus dem Vorangeschickten folgert sich für sie formale Regel- 
nxässigkeit als gleichmäissig dem mathematisch-eurhythmischan 
1 Als Ausdruck eines Begriffes der zu dem, was der Verfasser unter Ür- 
gxalnischeul in der Kunst versteht. den Gegensatz bilrln-f.
        

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