Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1676833
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isuhes. 
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der die Holzskulptur fast völlig verdrängt hatte, aber zugleich 
Anzeichen der Zeit, welche ihm huldigte, deren einfach reizendes 
Kostüm in gleicher Weise etwas Todesbräutliches, Opferschmuck- 
liches enthält. Diese tragische WVeihe wird der Louis XVI-Stil 
für alle Zeiten behalten. 
Ihm folgte fast ohne Uebergang der abscheulichste aller Ge- 
schmäcke, der antike Formalismus der Kaiserzeit, über den nichts 
hinzugefügt zu werden braucht (Siehe Art. Porcelaine dure, 
Keramik). 
Das 19. Jahrhundert liegt in seinen Tendenzen und Ansprü- 
chen noeh zu sehr im Prozesse mit sich selbst, als dass es möglich 
oder wenigstens rathsam wäre über die Richtung unserer Zeit in 
Gesehmacksaehen sich zu erklären. 1 
158. 
Renaissance. 
Die 
Holzarchitektur. 
Wir dürfen diesen Paragraphen kurz fassen, da die vorher- 
gehenden schon wichtige in sein Gebiet gehörige Punkte berühr- 
ten und zum Theil erledigten. So war schon von den Einflüssen 
der Renaissance auf den Stil der nordischen Holzarchitektur die 
Rede und in dem letzten  157 wurden wir von selbst auf den 
Zusammenhang zwischen der Möbeltektonik und der Architektur 
des Mittelalters und der Renaissance geführt, über welches Thema 
allerdings noch Vieles zu sagen wäre, wenn der für diesen Ab- 
schnitt der Stillehre gesteckte Rahmen nicht zum Abschluss des- 
selben drängte. 
Von einer eigentlich italischen äusseren Holzarchitektur, in 
demgsinne der nordischen Strukturen aus Holz, kann nicht die 
Rede sein, obschon sich in Italien einzelne Kombinationen des 
1 Die Illustrationen dieses Paragraphen sind zum Tlieil einer Sammlung 
V0" PhomgYaPhieen nach Möbeln entnommen, die im Sommer 1853 in einer 
Ausstellung im Gore-House zu Kensington bei London vereinigt Waren, Sie 
wurde im Auftrag der Direktion der Schule für Kunst und praktisches Wissen, 
von Herrn Thompson, Sohn des bekannten Xylographen, veranstaltet. 
Den Katalog dieser Ausstellung, mit einer interessanten Einleitung von 
R. Redgrave und Anmerkungen von J. C, Robinson, {indet man in dem First 
Report of tha Departement of Science and Art. 1854. p. 300.
        

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