Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1676805
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wusste der Tapezier innerhalb seines Wirkungsbereiches in sol- 
chem Gradei die Alleinherrschaft zu gewinnen, dass nichts für 
Andere zu thun übrig blieb, dass z. B. bei Betthimmeln nicht 
nur jegliches Gerüst verschwand, sondern sogar die Aufsätze dar- 
auf, Vasen und dergl. aus Sammt und Posarnentirarbeit ausge- 
führt Wurden.  
Es folgt nach Ludwig XIV. die geistreich ausgelassene Zeit 
der Regence und Ludwigs XV. Nun macht sich das Möbel von 
den Gesetzen der architektonischen Tradition fast völlig unabhängig, 
bleibt es nur noch durch die absolute Angemessenheit für aller- 
  
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dings oft frivole und lIHPTiZlÖSG Zwecke und durch die Eigenschaften 
der Stoffe an die Form gebunden, in dieser Beziehung einzig da- 
stehend in der Geschichte der Künste. Dieser Stil bildet sich 
zunächst an den allereigentlichsten Möbeln, das heisst den Stühlen 
und Tischen heran, gewinnt aber durch die darauffolgende Ueber- 
tragung auf Schränkel und Gefäfßl 311011 Fuss in der Baukunst, 
in welcher sogar die uralte Tradition der Säulenordnungen von 
dem herrschend werdenden geschweiften Tischlerrahmenwerk fast 
verdrängt wird, indem dieses in den Steinslil übergeht. Die
        

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