Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673570
Keramik. 
der Gefässe. 
Klassifikation 
21 
Verzierte auf höhere Künste Anspruch machende Thongelässe 
dieser Art haben sich weder in Assyrien noch meines Wissens 
 in Aegypten gefunden, sowie über- 
 haupt die höhere Vasenkunst jener 
 südöstlichen Sitze frühester Civili- 
 13k äxuw, sation seit ältester Zeit aus den 
 i   Händen des Töpfers in die des T0- 
 5  reuten und Metallarbeiters überge- 
  gangen sein musste. 1  
 l   Dagegen entsprach es dem Ge- 
  nius der Hellenen, dass er dem 
 i  durch seine plastischen Eigenschaf- 
  ä G. ten unersetzlichen wenn auch an 
 sich Werthlosen Töpfertlion allein 
  durch Form und Kunst der dar- 
Ej?  aus gebildeten Gegenstände den 
l  höchsten Adel zu ertheilen ver- 
Assyr. Beckenträger. mochte- 2 
Indessen erinnern gerade die ältesten Thongeschirre der Grie- 
chen zu lebhaft an jene assyrisehen Gefässe aus Metall, sowohl 
was ihre Form betrifft, wie besonders in Beziehung auf die dar- 
auf gebildeten Gegenstände und die Art ihrer Ornamentation im 
Allgemeinen, als dass man nicht gezwungen wäre, wenn auch nicht 
jene als Nachahmungen letzterer zu betrachten, so doch anzuneh- 
men dass beide aus einer noch älteren gemeinsamen und zwar 
asiatischen Urtöpferei hervorgingen. 
Terrasse zu Chorsabad gefundener Altar, der mit seiner dreieckigen Grund- 
form und den angebrachten Löwentatzen auf den Dreifuss zuriiekweisll- All? 
seiner kreisrunden Oberfläche zeigt sich die Vertiefung zu der Aufnahme 
eines Opferbeekens. Noch deutlicher und äusserlieher tritt diese Bestimmung 
des Beekexiaulnehmens an einem anderen oben auf dieser Seite dargestellten 
Dreifusse, der von einem Basrelief entnommen ist, hervor. 
1 Ueher den Zusammenhang dieser Erscheinung mit der frühen Beniitzung 
der Töpferscheibe in jenen Gegenden siehe im Folgenden über die technischen 
Prozesse der Keramik. 
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