Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673564
20 
Fünftes 
Hauptstück. 
Schale dem anderen Extrem der Verflaehun g jener Grundform 
sich mehr oder weniger nähernd. 
Hier treten drei Formen als charakteristische Ünterabtheilungen 
hervor:  
a) Schalen mit gewölbtem Boden die des besonderen Unter- 
satzes bedürfen um zu stehen. Sie sind von verschiedener Tiefe 
und gehen zuletzt in die ganz flache Diskusform über. Sie ge- 
hörten zum heiligen Geschirr, denn sie dienten um daraus un- 
mittelbar zu libiren. Dieser Typus tritt am entsehiedensten her- 
vor an den assyro-phönikischen tiefen Schalen aus getriebeneln 
Metall, die durch die Ausgrabungen in Ninive zu Tage gefördert 
wurden, und ganz denen entsprechen die man so häufig auf assyri- 
schon Reliefs dargestellt sieht. Sie sind fusslos und unselbst- 
ständig, bestimmt von einem abgesonderten Untersatze so aufge- 
nommen zu werden dass nur das Innere des Gefasses sichtbar 
bleibt. Desshalb sind sie auch meistens henkellos und nur inner- 
lich verziert, Während äusserlich die rohe Kehrseite der getriebenen 
und gestempelten Formen und Ornate, welche das Innere zieren, 
hervortritt. Selbst bei bchenkelten Schalen ist diese Eigenthümlich- 
keit der assyrischen Metallschalen wahrzunehmen. Sie sind offen- 
bar alle Zusammen Embleme, und weisen diesen nur noch in 
Seinem figürlichen Sinne gebräuchlichen Ausdruck auf seinen 
technischen Ursprung zurück. (Siehe Layardks und 
kannte Kuptblwverke und beistehende Holzschnitte. ' 
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