Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1676078
Tektonik. 
Technisch-Historisches. 
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Durch den Marmor und das Elfenbein, die auf den Tempel- 
hausrath Anwendung finden, indem Kandelaber, Throne, Krater 
und Dreifüsse in diesen Stoffen ausgeführt werden (zunächst an den 
Sitzen und Solien der Kolossalstatuen), erleidet auch der Haus- 
rath eine Umgestaltung in dem gleichen an die uralte asiatische 
Technik der Empaistik wiederanknüpfenden Sinne. Ob diese rei- 
nen Konceptionen höherer Kunst, in einer Zeit wie letztere nicht 
mehr wie in ihren Anfangen von den Kleinkünsten ihre Motive und 
Kunstformen empfing, 
 _  sondern umgekehrt diese 
 in einer gewissen Ab- 
  hängigkeit von sich hielt 
     (Wie dies z. B. bei den 
    Vasen mit Bezug auf die 
   Vasenbäder dei Fallwai), 
 11  eine a gemeine prinzi- 
   pielle Veränderung des 
I] lll Stiles auch im profanen 
  Möbelwesen herbeiführ- 
l; "l ten, "bleibt zweifelhaft. 
_ 111  Dem freien Geiste der 
   Hellenen, der allein die 
  wahren Verhältnisse der 
)  Künste zu einander rich- 
    tig fasste, entspricht in- 
((1  l! dessen dieVoraussetzung, 
ad, ß i ll dass er an dem zwischen 
    Hausrath und monumen- 
 taler Kunst bestehenden 
 m   Gegensatze festhielt, dem 
 '  g leichten profanen Möbel 
   den ihm gebührenden 
Stabkonstruktionscharak- 
ziu 
Pompejänisches Hausgeratiie. ter hess) aber Zugleich 
eine Klimax der Monu- 
mentalität im Möbelwesen beobachtete und, an altgeheiligten 
Ueberlieferungen festhaltend, den Stil, der aus dem rechtwink- 
lichten metallinkrustirten Holzgestelle hervorging, nur für Throne
        

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