Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1675831
Tektonik. 
Allgemein-EX-yrm elles. 
247 
als solche in gewissem Sinne verleugnete, darüber ist schon 
in dem ersten Bande (in den  76, 77, 78, 79 passim., beson- 
ders S. 444) die Rede gewesen.  
Das Gesagte führt wieder auf den Gegensatz zwischen der 
konstruktiven Baukunst des Mittelalters und der stoffverneinen- 
den antiken. Ein Gegensatz, den jene übrigens mit Weit ge- 
ringerer Konsequenz behauptet als letztere; denn auch jene strebt 
in letzter Instanz dem gleichen Ziele zu und bringt z. B. die zum 
Aufwägen des Seitenschubs der Gewölbe nöthigen Strebepfeiler 
so an, dass ihre Thätigkeit von Innen nicht wahrgenommen wird. 
136. 
Vgestell, 
Das 
i 
Zusammenwirken 
Stiitzwerkes 
mit dem 
Rahmenwerke. 
Wir haben hier nur dasjenige Gestell im Auge das, in sich 
abgeschlossen, nichts ausser ihm Beiindliches aufzunehmen be- 
stimmt ist, denn über solche Gestelle, die das Stützwerk eines 
unabhängigen dem Systeme nicht angehörigen Gegenstandes bil- 
den, ist schon in dem vorhergehenden Paragraphen die Rede ge- 
wesen. Uebrigens sind, wie gezeigt worden ist, beide dem Wesen 
nach ziemlich identisch, da auch nicht in sich abgeschlossene 
Stützwerke, wie z. B. der Sessel, der eine Person aufnehmen soll, 
oder das Kaudelaber als Träger einer Lampe, als Gestelle in sich 
selbst einen gewissen formalen Abschluss haben müssen. 
Was also in diesen Paragraphen gehört, ist das _eigentliwcih_ 
 
mit dem ihm zur Stütze dienenden Unterbau. 1 
iix7lfdwiliimiabvsieliitl_"Formaleiwäeiieliiiiig von ihm gefor- 
dert, dass es sieh als  
itäryljig vor  dem am besten durch den Schrä- 
gen Anlauf eines Daches entsprochen wird. So zeigt sich diese 
Form auch vom ästhetisch-formalen Gesichtspunkte aus, ganz ab- 
gesehen von ihrer materiellen Zweckmässigkeit und von ihrer 
1 Auch mobile Gestelle sind des Oeftern architektonisch in sich abgeschlos- 
sen, wie Z- B. Sßhränke, Kästen und dgl. Sie folgen ähnlißhßh Gesetzen. Der 
Bezug zwischen ihnen und dem eigentlich architektonischen Gestell bleibt 
beachtenswerth genug. So war zu Zeiten derMiILeAmpel ein Schatzkasten, vzu 
Zeiten igjßßlliliyßislän ein TW-Ißmpel.     Mlvwwnq
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.