Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673514
Keramik. 
Klassifikation der 
Gefässe. 
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Form gleichsam halbe in der Mitte horizontal durchschnittene 
Dolien. Unter dieser Form bedürfen sie eines Fussgestelles das 
bei den Prachtgeräthen dieser Art auf das Reiehste oft mit figür- 
lichem Schmucke ausgestattet wurde. Dennoch bleibt das Grund- 
motiv dieses Untersatzesl das einfache drei oder mehrfüssige 
Stabgerüst, wovon Exemplare aus Holz in den meisten ägyptischen 
Sammlungen in ziemlicher Anzahl vorhanden, und deren ähnliche 
noch jetzt in Aegypten, überhaupt im Osten, zum Theil mit ein- 
gelegter Arbeit aus Perlmutter, Elfenbein, Schildpatt und der- 
gleichen reich verzierte, sehr gebräuchlich sind. 
Metallene Üntersetzer und Dreifiisse erhielten zuerst die Formen 
und Dimensionen der hölzernen und Waren hohl; später Wurden 
sie aus Stabmetall bereitet oder gegossen, wobei sich ihr Stil "ver- 
änderte. (Siehe das Weitere darüber unter Tektonik und unter 
Metallotechnik.)    
In Fällen wurde das Gestell der vorherrschende Theil des 
Ganzen, welches dann ein Dreifuss hiess. Der zum Kochen wenig- 
stens der Idee nach bestimmte Krater solcher Dreifüsse war die 
Lebes, der Kessel, auch Chytra genannt (lat. pelvis, ahenum), zu 
dem noch die cortina, die ansae und der sphäroidische Deckel, 
Holmos, gehörten. 
In anderen Fällen war der Dreifuss sehr niedrig, bildete aber 
noch immer einen abgesonderten Theil. Verschiedene zum Theil 
sehr schöne kraterähnliche Gefässe dieser Art aus Bronze, mei- 
stens etruskische Arbeit, befinden sich in den Museen zerstreut. 
  
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 Etrnsk. Krater mit niedrigem Dreifuss. 
In noch späterer Entwicklung wird der Dreifuss ein integrirender 
Theil des Gefässes wobei jedoch die ursprüngliche Trennung der 
Theile formell und ornamental mit Entschiedenheit ausgespro- 
chen bleibt. 
Gr. Örmugvzrüglou , 
anecd. p. 245, 29, 
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Bekk. 
äniarozrov , 5717111915111] , 
Lateinisch incitega. 
rgcuoig. 
Athen 
209.
        

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