Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1675384
202 
Sechstes 
Hauptstück. 
steht im engsten Zusammenhange mit einem and ere n Ver- 
fahren dekorativer Glaserei, das ausschliesslich antik ist. 
Wir meinen den L am in ati on sproc e ss, wie er sich vielleicht 
am umfassendsten bezeichnen lässt, der darin besteht durch Neben- 
lagerung, durch Ueberlagerung, endlich durch schräge Lagerung 
vcrschiedenfarbiger und verschiedenartiger Glaslamellen und deren 
Zusammenschweissung ein buntes Geschiebe oder Conglornerat von 
Glas hervorzubringen, wobei theils durch den Wechsel der Farben, 
eingelegte Krusten und Dessins, theils durch das Zusammenwirken 
 
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verschiedener durchscheinender farbiger Gläser zu einem vielfältig 
nüancirten Farbenspiel, theils durch die Gegensätze der Opacität, 
Durchscheinbarkeit und Durchsichtigkeit der Theile, sowie durch 
die des Matten und Glänzenden, die mannichfachsten Wirkungen 
der Flächendekoration entstehen. Dabei war der Zweck zugleich die 
Vermehrung der Resistenz und Zähigkeit des Glases (S. oben S. 121). 
Es ist schwierig alle an alten Gläsern hervortretenden Anwen- 
dungen dieses Proeesses zu klassificiren, doch wollen wir ver- 
sucheh an einigen der hervorragendsten Erscheinungen, die sich 
darbieten, dessen Wesen näher zu bezeichnen. 
Erstens das damascinirte Bandglas; meistens monochroni 
(farblos (lurchsichtig, schwarzblau, durchscheinend oder milchig 
schillernd), aber auch vielfarbig.' Die Oberfläche ist gewellt 
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dieser 
Es ist 
Art in 
ziemlich selten. Einige svllörxe leider nur kleine Bruchstücke 
den antiq. Mugeen zu Zürich und Königsfelden (Vindonissa).
        

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