Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1675035
Keramik. 
Technisch-Ilistorisches. 
167 
gewarnt worden. Ueber die Wahl der Theile, die zu vergolden 
sind, und Anderes diese Flächendekoration BetrefTende siehe 
Metallotcchnik  183, Art. Vergoldung. 
125. 
Das 
cärame 
(grös 
Steingut 
Brongniart). 
nach 
Es stimmt mit unseren Ansichten über das Alter der Civili- 
sation und der Künste, dass die ältesten Thonprodukte, an 
denen sich ein Streben nach dekorativer Ausstattung kund gibt, 
keineswegs Vorbilder, sondern Nachahmungen anderer nicht 
aus Erde, sondern aus Erz, edlen Metallen oder harten Steinarten 
gebildeter Gegenstände gleicher Bestimmung sind. 
Von derVerwandtsehaft gräko-italischer Vasen, theils mit Ge- 
fassen aus getriebenem Metallblech, theils mit Gussmetallen, wurde 
schon öfter gesprochen. Unserem gegenwärtigen Objekte näher 
stehen gewisse keramische Produkte der Aegypter, die fälschlich 
so bezeichneten ägyptischen Porzellane, bestehend aus einer sehr 
mageren sandigen Paste, einer Art Sandkonglomerat, oder viel- 
mehr gradezu einer keramischen Nachahmung des Sandsteins. 
Aus diesem Stoffe wurden Idole, Votivgefässe, Amulete, Kinder- 
spiele und andere Gegenstände bereitet, als Ersatz  solche aus 
Metall und Gestein. Man glasirte sie daher bronzegrünblau oder 
in der Nachahmung des Marmors, Jaspis und Alabasters. 
Gewöhnliche mit Pfeifenthon überzogene 'l'errakotten sind viel- 
leicht noch ältere Kundgebungen dieses Geschmackes; sie sind 
mit Wasserfarben marmorirt und hernach mit Harz überlackirt. 
Nicht minder merkwürdig sind wirkliche Steingefasse und an- 
dere Gegenstände aus Stein mit Glasmalerei bedeckt, worunter 
einer sogar aus Cheops Zeit und mit seinem Namensschild. Ein 
schönes künstlich marmorirtes Sandsteingefäss, mit der Namens- 
tafel Thudmosis I, besitzt das britische Museum. Kleinere Gegen- 
stände dieses glasirten Steinguts, im wahren Sinne des Worts, 
bestehen aus dem harten Agalmatolith. Mitunter sind sie noch mit 
Emailpasten inkrustirt und reich skulptirt. 1 Wir dürfen kaum erst 
auf den merkwürdigen Zusammenhang dieser glasirten Steinwanre 
Vergl. 
darüber Birch bist. 
of aus. 
PÜttey-y
        

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