Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1674716
Keramik. 
TBÜhIIiSOh-HiStOfiSQheg 
135 
Die Einführung der Scheibe in Griechenland fällt vor die ge- 
schichtliche Zeit. Homer kannte sie. Scherben von Töpfen, deren 
ornamentale Behandlung noch an die ältesten indogernianischen 
Motive erinnert, fand man tief unter dem 
Tälli Schutte des alten Mykene, und diese waren 
 augenscheinlich mit der Drehscheibe her- 
ßiimi.  gwz. .7     
"lFäi-ÄWÄ elelßli'rfill vorvebraeht  Seite 440 des I. Bandes). 
     
M  S"; b)?  Sehr selten dagegen sind althellenische Töpfe 
"l'air, e nach Art der sogenannten tyrrhenischen, 
  llllrjp  nämlich aus freier Hand gebildete, plastisch 
 i,    dekorirte und mit der Thondecke überzogene 
  1:24  1'   
ArchmschesBlmmngcfäss. Ülerialxottagefassen Sie reichen aber hin, 
uns von dem gemeinsamen Ursprunge dieser 
altgriechisehen plastischen Töpferei und der italischeii zu über 
zeugen. 1 
118. 
Oligoclxrome hellenischo 
Keramik, 
Die Klassification der hellenischen Vasenkunst, welche wir 
hier annehmen, indem wir die oligoeh r ome Töpferei der poly- 
eh reinen gegenüberstellen, hebt Unterschiede derselben in den 
Vordergrund, die bisher nur als minder wesentlich betrachtet 
Wurden. Uns veranlasst dazu jener bereits öfter angedeutete Zu- 
sammenhang des hier bezeichneten Unterschiedes in der Töpferei 
mit ganz gleichen Verschiedenheiten zwischen der früheren und 
Späteren Baukunst, Skulptur und Malerei der Griechen, indem 
l Einige sonst dahin gehörige unzweifelhaft alte Stücke, wie der bei- 
steliende, aus Birclfs history of aneient pottery entnommene, Blumentopf, 
archaischen Stils, der auf der Insel Melos gefunden ward, sind nicht plastisch 
dekorirt, obschon aus freier Hand geformt, sondern mit altindogermanisehen 
Mustern (Chevrons) auf weisser Engobe bemalt, sie scheinen daher die Vorliebe 
der Griechen für glatte Töpferei schon vor dem Gebrauche, der Scheibe 
zu bekunden.  Nicht zu verwechseln mit der alten plastischen 'l'öpferei sind 
die Werke einer Töpferschule, die ihren Sitz vornehmlich in Grossgrieeherl- 
land hatte (Calvi, Capua, Cumae) und schon desshalb nicht hierher gehört, 
Weil Sie mehr der italischen Richtung folgte. Man versetzt sie in die make- 
donisßhe Zeit und sieht in ihren Motiven Naehahmilngen der damals herrschen- 
fleli Pliiäiißifenflen emblernatisehen Metallkeramik (ETUlTiGlUG, Versatzstüeke, 
angßlöilllei? 11m1 üngeniethete pieees de rapport, Gr. enerossoi). Vergl. Birch 
T. l. pg. 204.
        

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